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Bericht: 45 % der unter 40-jährigen Muslime in Deutschland vertreten islamistisch geprägte Ansichten

 
Illustrative - One of the biggest mosques in Germany, in Duisburg. (Photo: Shutterstock)

Fast die Hälfte (45,1 %) der Muslime in Deutschland unter 40 Jahren vertritt laut einem Bericht des staatlich geförderten „Monitoring- und Transfersystems für Radikalisierung“ (MOTRA) islamistisch geprägte Ansichten, was bei Behördenvertretern Besorgnis über das Ausmaß extremistischer Ideologien im Land hervorruft.

Die unter der Schirmherrschaft des Bundeskriminalamts (BKA) durchgeführte Studie ergab, dass 33,6 % der jungen Muslime das zeigen, was Forscher als „latente islamistische Ansichten“ bezeichnen, während 11,5 % als vollständig radikalisiert gelten und sich offen zur islamistischen Ideologie bekennen.

Christoph de Vries, parlamentarischer Staatssekretär und Mitglied der Christlich-Demokratischen Union (CDU), warnte, dass das Massaker der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 als „Treiber für den Islamismus insgesamt“ gewirkt habe. Im Gespräch mit der deutschen Wochenzeitung Die Zeit sagte de Vries, seine Partei sei „sehr besorgt“ über diesen Trend.

Derzeit leben in Deutschland rund 5,5 Millionen Muslime, was etwa 6,6 % der Gesamtbevölkerung ausmacht. Die muslimische Bevölkerung wächst aufgrund der massiven Zuwanderung, einer jüngeren Bevölkerungsstruktur und höherer Geburtenraten schneller als die deutsche Gesamtbevölkerung.

Der Parlamentarische Staatssekretär stellte fest, dass „13- und 14-jährige Jungen und Mädchen in den sozialen Medien so weit radikalisiert werden, dass sie schwere Anschläge verüben wollen“. Er schlug daher vor, dass eine mögliche Lösung darin bestehen könnte, jungen Menschen in Deutschland ein Social-Media-Verbot aufzuerlegen.

Ein Großteil der Radikalisierung findet jedoch auch in Moscheen in ganz Deutschland und Europa statt. De Vries kam daher zu dem Schluss, dass die Behörden genauer prüfen müssen, was in Moscheen gelehrt wird, wobei ein besonderer Fokus auf von ausländischen Geldgebern finanzierten Moscheen liegen sollte.

So sollen beispielsweise rund 1.000 Moscheen in Deutschland der Türkisch-Islamischen Union für religiöse Angelegenheiten (DITIB) angehören, die von der türkischen Direktion für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) finanziert und beaufsichtigt wird. Infolgedessen werden diese Einrichtungen manchmal als „der lange Arm des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan“ bezeichnet.

„In der Türkei und damit indirekt auch über DITIB in Deutschland sehen wir eine Vermischung mit Strömungen der Muslimbruderschaft und der teilweise antisemitischen Milli Görüş, einer weiteren islamistischen Bewegung. Wir stellen auch fest, wie antisemitisch die Führer der religiösen Behörde Diyanet in der Türkei sind. Die dort geschürte Stimmung spiegelt sich auch in Deutschland wider“, stellte De Vries fest. Er wies auf den starken Zusammenhang zwischen zunehmendem Islamismus und zunehmendem Antisemitismus in Deutschland hin.

„In vielen Teilen der Stadt können sie nicht mehr mit jüdischen Symbolen wie der Kippa auf die Straße gehen“, sagte er.

„Für diejenigen, die hierbleiben, muss der Kampf gegen Antisemitismus immer eine Rolle spielen, sei es in Integrationskursen oder im Einbürgerungsprozess“, erklärte er. „Jeder, der in Deutschland lebt, muss das Existenzrecht Israels anerkennen.“

Deutschland hat sich zu einem der stärksten Unterstützer Israels in der Europäischen Union entwickelt und aufgrund des Holocaust eine Verantwortung zum Schutz und zur Unterstützung des jüdischen Lebens in Israel und in der Diaspora bekräftigt.

Deutschland signalisierte im Jahr 2024, dass es Personen, die die Zerstörung des jüdischen Staates befürworten, die Staatsbürgerschaft verweigern werde. Gleichzeitig unternahmen die Behörden Schritte, um den Slogan „Vom Fluss bis zum Meer“ zu verbieten, der weltweit bei antiisraelischen Kundgebungen häufig verwendet wurde. Das Bundesministerium erklärte, dass solche Formulierungen „mit einem ausdrücklichen Aufruf zu gewalttätigen Aktionen gegen den Staat Israel einhergehen“. Kritiker argumentieren, dass der Slogan die Gründung eines palästinensischen Staates zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer auf Kosten Israels impliziert, obwohl einige Befürworter diese Interpretation bestreiten.

Die Mitarbeiter von All Israel News sind ein Team von Journalisten in Israel.

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