Yair Netanyahu Ziel eines mutmaßlichen iranischen Attentatsplans in Miami – Bericht
Der Sohn des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, Yair Netanjahu (35), war Ende letzten Jahres in Miami, Florida, Ziel eines mutmaßlichen iranischen Attentatsplans, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des US-Medienunternehmens Newsmax hervorgeht.
Unter Berufung auf Quellen aus US-Strafverfolgungsbehörden berichtete Newsmax, dass iranische Agenten Yairs Wohnsitz und seine Bewegungen überwacht hätten und kurz davorstanden, einen Anschlag zu verüben, als der Plan aufgedeckt wurde. Er wurde daraufhin nach Israel zurückgebracht und hält sich seitdem dort auf.
Der Bericht folgte auf ein Interview, das Premierminister Netanjahu dem Militärkorrespondenten von Channel 14, Noam Amir, gegeben hatte und das am Montagabend ausgestrahlt wurde. Darin erklärte der Premierminister, der Iran habe versucht, einen seiner Söhne zu ermorden.
„Das ist ein unglaublicher Fall. Der Iran hatte es auf einen meiner Söhne abgesehen. Der Iran hat versucht, ihn zu ermorden, hat versucht, einen meiner Söhne zu ermorden“, sagte der Ministerpräsident am Montag während eines Interviews auf Channel 14, ohne anzugeben, welcher seiner Söhne ins Visier genommen worden war. Netanjahu erklärte, der Vorfall sei einer der Gründe gewesen, warum er zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für seine Frau Sara und ihre erwachsenen Söhne Yair und Avner (31) beantragt habe, da die Möglichkeit eines Attentatsversuchs mehr als nur theoretisch sei.
Das Interview fand statt, nachdem der Ministerausschuss der Knesset für israelische Sicherheit einen erweiterten Personenschutz für Netanjahus unmittelbare Familienangehörige genehmigt hatte.
Israel steht vor den Parlamentswahlen am 27. Oktober, wobei Sicherheitsbedenken hinsichtlich politischer Kandidaten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die ohnehin schon angespannte Wahlkampfsituation weiter verschärfen.