IDF-Reservist Chaim Malespin bringt seine Kampferfahrung in die Notfallvorsorge im Jordantal ein
Chaim Malespin hat einen Großteil der letzten drei Jahre in Uniform verbracht und diente als Reservist der israelischen Streitkräfte (IDF), nachdem er am Morgen des 7. Oktober 2023 einberufen worden war. Als Veteran der Elite-Kampfingenieureinheit „Yahalom“ hat Malespin aus erster Hand erlebt, wie schnell eine Gemeinschaft auf die Probe gestellt werden kann, wenn ein Notfall eintritt.
Nun nutzt er diese Erfahrung – während er seinen Militärdienst fortsetzt – für eine andere Mission: Er hilft Gemeinden im Jordantal dabei, sich auf den nächsten Notfall vorzubereiten.
Durch seine Leitung des „Aliyah Return Center“ und von „Faithful Galileans“, zwei gemeinnützigen Organisationen, die sich für die Stärkung von Gemeinden im Norden Israels und im Jordantal einsetzen, hat Malespin eine Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, Sicherheits- und Rettungskräften sowie einem privaten Drohnenunternehmen aufgebaut, um die zivilen Notfallkapazitäten zu stärken.
Die Initiative stellt Freiwilligen moderne Ausrüstung und schult sie speziell im Umgang mit Drohnen, um das Aufspüren von Eindringlingen und mutmaßlichen Schmuggelversuchen zu unterstützen, schwer zugängliche Gebiete zu durchsuchen und bei Such- und Rettungsaktionen im Falle von Sicherheitsvorfällen und Naturkatastrophen zu helfen.
„Das Jordantal ist zudem ein Gebiet von höchster strategischer und sicherheitspolitischer Bedeutung und erfordert eine erhebliche Stärkung seiner lokalen Sicherheits- und Notfallkapazitäten“, sagte Malespin.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, schloss er sich mit SkyNext UAV Solutions, einem privaten Drohnenunternehmen, sowie dem Regionalrat des Jordantals und lokalen Sicherheits- und Rettungskräften zusammen, um Ausrüstung und spezielle Drohnenschulungen bereitzustellen. Vierzehn Freiwillige haben den ersten Schulungskurs bereits abgeschlossen, weitere Freiwillige haben sich für den nächsten Kurs angemeldet.
„Drohnen sind nicht nur Kameras am Himmel. Sie können dabei helfen, Eindringlinge aufzuspüren, schwer zugängliche Gebiete zu scannen, nach vermissten Personen zu suchen und bei Such- und Rettungsaktionen zu unterstützen. Auch die Fähigkeit, feindlichen Drohnen, die Waffen oder Sprengstoff transportieren, entgegenzuwirken, wird zunehmend an Bedeutung gewinnen“, so Malespin.
Die Vorbereitung auf Naturkatastrophen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Initiative. Israel liegt in einer aktiven seismischen Zone, und das Jordantal war im Laufe seiner Geschichte bereits von erheblichen Erdbeben betroffen.
„Was mich besonders ermutigt, ist die Tatsache, dass so viele der Menschen, die diese Arbeit leisten, Freiwillige sind, die nicht darauf warten, dass jemand anderes das Problem löst. Sie invistieren ihre Zeit, erwerben fachliche Kompetenzen und bereiten sich darauf vor, ihre Nachbarn zu schützen und zu retten“, sagte Malespin.
Zudem gibt es Pläne, das Programm auszuweiten, indem die Such- und Rettungskapazitäten gestärkt, Programme für Dienst- und Rettungshunde entwickelt, die Vorräte an Notfallausrüstung aufgestockt und möglicherweise ein Rettungswagen in das freiwillige Notfallnetzwerk der Region aufgenommen werden.
„Jede Drohne, jeder ausgebildete Freiwillige, jedes Rettungsgerät und jede Partnerschaft macht das Jordantal ein Stückchen stärker“, sagte Malespin. „Das liebe ich am Norden. Es ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, die Ärmel hochkrempeln und Verantwortung füreinander übernehmen. Es ist ein Ort mit Herz.“
Das Aliyah Return Center unterstützt Neuzuwanderer bei ihrer Integration in die israelische Gesellschaft, unter anderem durch die Bereitstellung von Lebensmitteln, Kleidung, Möbeln, Unterkünften, Hebräischkursen und beruflicher Ausbildung. The Faithful Galileans hingegen engagiert sich dafür, Unterstützer und „Botschafter“ für Israel aus aller Welt durch Bildung, Freiwilligenarbeit und praktische Erfahrungen in Israel auszubilden.
Malespin erklärte gegenüber ALL ISRAEL NEWS, dass er plant, irgendwann eine Drohnenakademie zu gründen, in der junge Israelis eine Ausbildung erhalten könnten, während entsprechend überprüfte internationale Unterstützer möglicherweise an legalen zivilen Programmen teilnehmen könnten, die sich auf Such- und Rettungsaktionen, Katastropheneinsätze, Wärmebildtechnik, die Suche nach Vermissten, Unterstützung bei der Brandbekämpfung und Notfallvorsorge konzentrieren.
„Stellen Sie sich vor, Sie kommen für mehrere Wochen nach Israel und kehren mit mehr als nur Fotos zurück. Sie haben gelernt. Sie haben trainiert. Sie haben ehrenamtlich gearbeitet. Sie haben einer Einwandererfamilie geholfen. Sie haben einer Gemeinschaft gedient. Vielleicht haben Sie den Einsatz von Drohnen im Notfall erlernt. Und dann kehren Sie in Ihr Land zurück – als Botschafter, der Israel tatsächlich versteht“, sagte er“, sagte er.
„Nach ausreichend langer Zeit in Uniform lernt man, dass man nicht jede Krise vorhersagen kann“, sagte Malespin. „Aber man kann entscheiden, was für ein Mensch man sein wird, wenn die Krise kommt.“
„Das ist die übergeordnete Vision: sich auf die nächste Alija-Welle vorzubereiten, die nächste Generation auszubilden, Gemeinden zu stärken, informierte Botschafter heranzubilden, Israels Freunde zu stärken, sich gegen Antisemitismus zu stellen, sich um die Verwundeten zu kümmern und Menschen und Organisationen zusammenzubringen, bevor der nächste Notfall sie dazu zwingt – denn Vorsorge ist keine Panik.“
Folgen Sie Chaim Malespin auf seinem YouTube-Kanal, The Real Israel.