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Trump fordert Netanjahu auf, israelische Truppen aus dem Libanon und Syrien abzuziehen – Bericht

Trotz des Drucks seitens der USA stehen israelische Verteidigungsvertreter der Regierung al-Sharaa weiterhin misstrauisch gegenüber

 
Am 5. Juli 2026 sind israelische Soldaten entlang der israelischen Grenze zum Libanon im Norden Israels zu sehen. (Foto: Ayal Margolin/Flash90)

US-Präsident Donald Trump hat Premierminister Benjamin Netanjahu in einem kürzlich geführten Telefongespräch aufgefordert, israelische Truppen aus dem Libanon und aus Syrien abzuziehen, berichtet Axios.

„Sie wollen euch dort nicht haben. Ihr solltet euch zurückziehen“, soll Trump Netanjahu laut einem US-Beamten, der mit Axios sprach, in einem Telefongespräch am vergangenen Donnerstag gesagt haben.

Laut Israel Hayom gab Trump die syrische Forderung nach einem Abzug der IDF-Truppen aus dem syrischen Hoheitsgebiet weiter, stellte diese jedoch nicht als amerikanische Forderung dar.

Das Telefongespräch zwischen den beiden Staatschefs fand einen Tag nach Trumps Treffen mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa am Rande des NATO-Gipfels in der Türkei statt.

In dem Gespräch forderte Trump Netanjahu zudem auf, die Verhandlungen mit Syrien über die Sicherheitslage an der Grenze wieder aufzunehmen, wobei der Abzug der IDF-Truppen als Ziel der Verhandlungen angestrebt werden solle, berichtete Israel Hayom.

Präsident Trump hat den Interims-Präsidenten al-Sharaa unterstützt und ist sehr daran interessiert, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern verbessern. Trump drängt Israel bereits seit mehreren Monaten dazu, die Sicherheitsgespräche wieder aufzunehmen, um eine Einigung zu erzielen.

In einer Erklärung aus Netanjahus Büro hieß es: „Der Ministerpräsident wies seinerseits auf die Notwendigkeit von Sicherheitszonen entlang der israelischen Grenzen hin.“

Israelische Sicherheitsbeamte stehen den Motiven der al-Sharaa-Regierung misstrauisch gegenüber, da es zu mehreren Wellen der Gewalt gegen die Drusen, die Alawiten und die Kurden gekommen ist. Zudem glauben israelische Beamte nicht, dass al-Sharaa ausreichende Kontrolle über die mit seiner eigenen Regierung verbundenen Milizen hat, zumal einige dieser Milizen weiterhin finanzielle Mittel und Unterstützung aus der Türkei erhalten.

Zudem haben türkische Streitkräfte seit dem Sturz des Regimes von Bashar al-Assad in Syrien und der Einsetzung der al-Sharaa-Regierung eine bedeutende Präsenz im Land aufgebaut, zunächst als Militärberater, aber auch durch die Errichtung permanenter Militärstützpunkte.

Quellen der IDF teilten der Jerusalem Post mit, dass ihnen keine Diskussionen über einen israelischen Rückzug aus Syrien bekannt seien und dass es keine Änderungen bei der Truppenstationierung in den syrischen Sicherheitszonen gegeben habe.

Das Thema der Sicherheitszonen im Libanon wurde ebenfalls in dem Telefongespräch zwischen Trump und Netanjahu angesprochen. Im Gegensatz zu Syrien stehen Israel und die libanesische Regierung jedoch in regelmäßigem Dialog über die Lage im Südlibanon, wo die IDF eine große Sicherheitszone unterhält, um die von Iran unterstützte schiitische Terrorgruppe Hisbollah daran zu hindern, israelisches Territorium anzugreifen.

Vertreter beider Länder trafen sich am Dienstag in Rom, um die Umsetzung des am 26. Juni unterzeichneten Rahmenabkommens zu erörtern.

Im Rahmen dieses Abkommens soll sich die IDF aus zwei „Pilotzonen“ zurückziehen, damit das libanesische Militär in das Gebiet vordringen und Maßnahmen ergreifen kann, um die Rückkehr der Hisbollah in diese Gebiete zu verhindern.

Berichten zufolge will die IDF vor ihrem Rückzug sicherstellen, dass die gesamte Infrastruktur der Hisbollah aus den beiden Pilotzonen entfernt wird.

Unterdessen wurde trotz Berichten in hebräischen Medien über einen bevorstehenden Besuch Netanjahus in Washington vom Büro des Ministerpräsidenten keine entsprechende Ankündigung gemacht.

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