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Israel untersucht zweiten Ebola-Verdachtsfall im Zusammenhang mit Ausbruch im Kongo

 
Ein Team von Magen David Adom führt nach dem Transport von Israels erstem Ebola-Verdachtsfall Dekontaminationsmaßnahmen durch (Foto: Screenshot).

Das israelische Gesundheitsministerium gab am Sonntag bekannt, dass ein zweiter Verdachtsfall von Ebola festgestellt wurde, nachdem sich eine Person vermutlich während eines Aufenthalts in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) in Zentralafrika mit der tödlichen Krankheit infiziert habe.

Der mutmaßliche Patient wurde in das Sheba Medical Center außerhalb von Tel Aviv verlegt, wo entsprechende Tests durchgeführt werden. Das Ministerium betonte, dass der Fall noch nicht bestätigt sei und dass die endgültigen Testergebnisse voraussichtlich erst in einigen Tagen vorliegen würden.

Die Bekanntgabe erfolgte nur zwei Tage, nachdem das Ministerium den ersten Ebola-Verdachtsfall in Israel gemeldet hatte. Dabei handelt es sich um eine weitere Person, die sich vermutlich im Kongo mit dem Virus infiziert hat und derzeit im Rambam Medical Center in Haifa untersucht wird. Die Testergebnisse dieses Patienten wurden noch nicht veröffentlicht.

Ebola ist laut der Weltgesundheitsorganisation eine seltene, aber schwere Krankheit, die für Menschen oft tödlich verläuft. Da Ebola ansteckend ist, teilte das Gesundheitsministerium mit, dass es eine epidemiologische Untersuchung eingeleitet habe, um alle Personen zu ermitteln, die nach der Rückkehr des zweiten Patienten nach Israel mit ihm in Kontakt gekommen sind.

Das Ministerium forderte die Öffentlichkeit zudem dringend auf, nicht unbedingt notwendige Reisen in von Ebola betroffene Regionen Afrikas zu vermeiden. Es betonte, dass Ebola nicht über die Luft übertragen wird, sondern durch direkten Kontakt mit einer infizierten Person oder mit Körperflüssigkeiten, einschließlich Blut und anderen Sekreten.

Nach Angaben der afrikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (Africa CDC) sind im vergangenen Monat mehr als 200 Menschen im Rahmen des aktuellen Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda gestorben. Die Gesundheitsbehörden schätzen die Zahl der mutmaßlichen Kontaktpersonen auf bis zu 35.000, was die Befürchtung nährt, dass sich der Ausbruch weiter ausbreiten könnte.

Prof. Tal Brosh, Koordinator des Epidemie-Einsatzteams des israelischen Gesundheitsministeriums und Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am Assuta Ashdod Public Hospital, sagte, das Virus stamme höchstwahrscheinlich von Tieren wie Fledermäusen. Er warnte, dass Ebola „Fieber, grippeähnliche Schmerzen, Durchfall und Erbrechen sowie bei einigen Patienten Blutungen und Multiorganversagen“ verursachen könne. Brosh äußerte sich zudem pessimistisch hinsichtlich der aktuellen Bemühungen in der DR Kongo, den Ausbruch einzudämmen.

„Die Prognosen für die Eindämmung des Ausbruchs sind derzeit düster“, erklärte Brosh gegenüber Ynet News. Er betonte jedoch, dass das Risiko einer Ebola-Epidemie in Israel gering sei.

„Es besteht keine Sorge vor dem Ausbruch einer Ebola-Epidemie in Israel, sondern lediglich vor der Einreise vereinzelter Fälle aus Afrika und einer anschließenden potenziell begrenzten Übertragung“, erklärte Brosh. „Nur jemand, der sich im Kongo oder in Uganda aufgehalten hat, ist einem Risiko ausgesetzt. Für Menschen in Israel besteht zum jetzigen Zeitpunkt kein Risiko, sich mit Ebola zu infizieren“, schätzte er ein.

Unterdessen hat das israelische Gesundheitsministerium beschlossen, persönliche Schutzausrüstung an medizinische Einrichtungen im ganzen Land zu verteilen. Darüber hinaus hat das Ministerium Mechanismen zur Früherkennung für Reisende eingerichtet, die aus von Ebola betroffenen Regionen zurückkehren. Zudem wurde ein spezielles Labor zur Ebola-Diagnostik eingerichtet, um die aktuelle Situation zu bewältigen.

Das Gesundheitsministerium betonte, dass in Israel bislang kein bestätigter Ebola-Fall verzeichnet wurde und dass sich alle Ebola-Verdachtsfälle im Zusammenhang mit einem Ausbruch im Jahr 2014 als negativ erwiesen haben.

Die Mitarbeiter von All Israel News sind ein Team von Journalisten in Israel.

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