Gaza an einem Scheideweg: Was die alten Propheten über die Zukunft der Region sagen
Joel und Lynn Rosenberg vom Joshua Fund wenden sich den Propheten Zefanja und Jesaja zu, um zu untersuchen, was die Heilige Schrift über Gericht, Wiederherstellung und Gottes Verheißungen offenbart
Während die internationale Debatte über die Zukunft des Gazastreifens weitergeht und Fragen der Regierungsführung, der Vertreibung und des Wiederaufbaus nach wie vor ungelöst sind, blickt Joel Rosenberg, Chefredakteur von ALL ISRAEL NEWS, über diplomatische Vorschläge hinaus auf die Heilige Schrift. Gemeinsam mit seiner Frau Lynn Rosenberg untersuchen die Mitbegründer des „Joshua Fund“, was die Bibel über die prophetische Rolle Gazas sagt, und greifen dabei auf die Bücher Zefanja und Jesaja zurück, um Themen wie Gericht, Wiederherstellung und Gottes Verheißungen an Israel und seine Nachbarn zu erörtern. In ihrer Diskussion geht es auch darum, wie Gläubige mit Weisheit, Mitgefühl und Hoffnung reagieren können, während die Region an einem entscheidenden Punkt der Geschichte steht.
Mit der Direktheit, die seine Arbeit als Journalist und Autor geprägt hat, geht Rosenberg das zweite Kapitel des Buches Zefanja durch – einen kompakten, aber gewichtigen Text, der sich mit dem Schicksal Gazas vor den letzten Tagen der Geschichte befasst. Dreimal in einem einzigen Vers wiederholt der Prophet das Wort „bevor“. Bevor der Erlass in Kraft tritt. Bevor der brennende Zorn des Herrn kommt. Bevor die Trübsal zu Ende geht. Der Text betont nachdrücklich, dass zuerst etwas geschehen wird.
Was folgt, ist bemerkenswert. Der Prophet verkündet, dass Gaza verlassen werden wird, dass keine Bewohner mehr dort zurückbleiben werden und dass das Küstenland zu einem Überrest des Hauses Juda werden wird. „Die Küste wird ein Überrest des Hauses Juda sein“, bemerkt Rosenberg. „Sie werden dort weiden, und ihr Gott wird für sie sorgen.“ Ob die heutigen Ereignisse den Beginn dieser Erfüllung darstellen, will er nicht überbewerten. „Könnte Gott diese Ereignisse nutzen, um dies zu erfüllen? Ja. Wissen wir das mit Sicherheit? Nein. Aber ich denke, wir müssen beten.“
Diese gebetsvolle Haltung, weder triumphalistisch noch verzweifelt, zieht sich durch seine Analyse. „Die Regierungen werden keine Hoffnung bringen“, sagt er, „aber wir können in dieser Dunkelheit Träger von Hoffnung und Licht sein.“
Der zweite prophetische Faden, den Rosenberg entwirrt, ist Jesaja 19, eine der fesselndsten Stellen der Heiligen Schrift, die Ägypten betrifft. Das Kapitel beginnt mit ernsten Nachrichten: geistliche Verblendung, politische Tyrannei unter einem grausamen Herrscher, ökologischer und wirtschaftlicher Zusammenbruch. Doch in Vers 20 wendet sich der Text: „Er wird ihnen einen Retter und einen Fürsprecher senden, und er wird sie befreien.“ Für Rosenberg bedarf die Identität dieses Retters keiner Interpretation. „Welchen anderen Retter sendet Gott? Das ist Jesus.“
Der Abschluss des Kapitels ist geradezu atemberaubend. Eine Straße wird sich von Ägypten bis nach Assyrien erstrecken. Früher verfeindete Völker werden gemeinsam anbeten. Israel wird im Zentrum stehen als „ein Segen inmitten der Erde“, und Gott wird verkünden: „Gesegnet sei Ägypten, mein Volk, und Assyrien, das Werk meiner Hände, und Israel, mein Erbteil.“
Für Rosenberg bildet diese Vision den Rahmen für alles. „Diese Schriftstellen geben uns Hoffnung“, sagte er. „Nicht nur für Israel. Auch für die Ägypter, die Libanesen, die Syrer, die Jordanier und die Palästinenser.“
Lynn Rosenberg gab den Zuhörern einen klaren Ansatzpunkt. Sie rief dazu auf, neben den geistlichen auch die praktischen Nöte der Menschen in Gaza im Gebet zu berücksichtigen, und bat darum, dass Gott Wege für Nahrung, Wasser und medizinische Versorgung eröffnen möge und dass das Wort Gottes in der gesamten Region Fuß fassen möge.
„Betet dafür, dass sich Gottes Hoffnung in der gesamten Epizentrum-Region ausbreitet und wächst“, sagt sie.
Was auch immer das nächste Kapitel der Geschichte Gazas bereithält – die Rosenbergs sind überzeugt, dass das letzte Kapitel bereits geschrieben ist.
Klicken Sie unten, um den vollständigen „Inside the Epicenter“-Podcast auf Englisch anzuhören.
Die Mitarbeiter von All Israel News sind ein Team von Journalisten in Israel.