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Opinion Blog / Guest Columnist
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Wenn das Herz stehen bleibt: Das Zeugnis einer Krankenschwester von einem Wunder in Israel

 
Ärzte, Pflegekräfte und Chirurgen umringen das Bett des zweijährigen Zahran Khamis Haji im Operationssaal, als sie im Wolfson Medical Center in Holon, Israel, mit einer Operation am offenen Herzen beginnen, am 13. August 2018. (Foto: Flash 90)

Als Krankenschwester auf der Neugeborenen-Intensivstation aus den Vereinigten Staaten war es für mich eine Ehre, gebeten zu werden, im Namen von „Save a Child’s Heart“ (SACH) gemeinsam mit dem Team von ALL ISRAEL NEWS im Operationssaal des Edith Wolfson Medical Center mitzuarbeiten.

Die Patientin war ein dreijähriges Mädchen, das mit ihrer Mutter und einer Krankenschwester den weiten Weg aus Malawi zurückgelegt hatte, um ein Loch in ihrem Herzen reparieren zu lassen.

Ich befand mich zwar in einem fremden Land, doch die gesamte Erfahrung fühlte sich alles andere als fremd an. Die Vorbereitungen für den Gang in den OP waren mir in Fleisch und Blut übergegangen – die vertraute Routine des Anziehens von OP-Kitteln und Handschuhen und der stechende Geruch von Desinfektionsmittel, den Krankenschwestern überall nur allzu gut kennen.

Die Monitore und Geräte waren anders und neuer, doch die Mission war dieselbe. Wir waren hier, um das Herz eines Kindes zu retten.

Als ich den Operationssaal betrat, spürte ich diese stille Spannung, die jede OP-Krankenschwester kennt – diese gemeinsame Konzentration, diese unausgesprochene Übereinkunft unter allen im Raum, dass das, was in den nächsten Stunden geschieht, wichtiger ist als fast alles andere auf der Welt.

Ein kleiner Körper lag auf dem Tisch, abgedeckt und vorbereitet, ihre winzige Brust aufgeschnitten, und wartete darauf, dass die Hände der geschickten Chirurgen die notwendigen Korrekturen vornahmen.

Und dann kam der Moment, auf den dich kein noch so intensives Training vollständig vorbereiten kann – der Moment, in dem der leitende Chirurg diese vier Worte sagt:

„Ich stoppe das Herz.“

Die Stimme des Chirurgen war ruhig. Sachlich. Er hatte diese Worte schon zuvor gesagt – hunderte Male. Aber ich hatte sie noch nie in Bezug auf ein Kind gehört, nur bei Erwachsenen, als ich ein Jahr lang in der chirurgischen Telemetrie arbeitete und die Gelegenheit hatte, viele Operationen am offenen Herzen mitzuerleben.

Zunächst stand ich regungslos da, dann ging ich durch den Raum, um meinen Kollegen zu erklären, was geschah und warum dies so wichtig war.

Auf dem Monitor über uns beobachteten wir alle, wie das Herz – dieser wilde, treue kleine Muskel, der trotz seiner Unvollkommenheit drei Jahre lang so hart gearbeitet hatte – langsamer zu schlagen begann. Die Schläge wurden immer seltener. Und dann, ein letztes Flattern, und die Kurve wurde flach.

Es wurde still im Raum.

Man hätte eine Stecknadel fallen hören können.

Es gibt keine Worte, die wirklich beschreiben können, wie es ist, in einem Raum zu stehen, in dem das Herz eines Kindes absichtlich zum Stillstand gebracht wurde. Es ist kein Tod – jeder in diesem Raum weiß das – und doch reagiert etwas Uraltes und Instinktives in einem auf diese flache Linie, als wäre es so.

Ich blinzelte hinter meiner Maske, um die Tränen zurückzuhalten, während ich ein stilles Gebet für das Kind und seine Familie sprach.

Um mich herum bewegten sich die Chirurgen mit ruhiger Präzision, ihre Hände ruhig, ihre Augen ganz auf die Arbeit gerichtet, die nun vor ihnen lag. Das Loch, das diesem kleinen Mädchen ein erfülltes Leben geraubt hatte, war endlich in Reichweite.

Das ist es, was das Operationsteam von „Save a Child's Heart“ tut. Immer wieder holen sie Kinder aus Ländern mit begrenztem Zugang zu Herzversorgung – afrikanische Länder wie Malawi, Sansibar, Sambia, Äthiopien und auch näher gelegene Regionen wie das Westjordanland – und reparieren ihre Herzen, damit sie wieder gesund werden und, so Gott will, ein langes Leben führen können.

Bis heute wurden über 8.500 Operationen an Kindern aus 75 Ländern durchgeführt, unter Einsatz modernster Technologie, die in einigen Fällen nirgendwo sonst auf der Welt zu finden ist.

Chirurgen und Anästhesisten reisen aus aller Welt an, um sich beim israelischen Team weiterzubilden, und kehren dann nach Hause zurück, ausgerüstet, um Kinder zu retten, die ohne dieses Wissen und diese klinische Ausbildung keinerlei Chance hätten.

Ich blieb nicht während der gesamten Operation, da es auf der pädiatrischen Intensivstation (PICU) noch mehr zu sehen gab. Auf dem Weg zur PICU sprach das Team mit einigen Müttern im Wartezimmer. Wenn sie nervös waren, hätte man es ihnen nicht angemerkt. Vielmehr drückten sie Hoffnung und volles Vertrauen in das israelische Ärzteteam aus, das ihre Kinder wieder gesund machen würde.

Am Ende der Führung kamen wir zum Genesungsheim, wo sich die Kinder nach ihrem Krankenhausaufenthalt weiter erholen. Es gibt dort sogar eine professionelle Küche, in der die Mütter spezielle Mahlzeiten für ihre Kinder und für sich selbst zubereiten können – ein Hauch von Hausmannskost fern der Heimat.

Wir trafen auch Studenten, die während ihres Auslandsjahres nach dem Abitur ehrenamtlich bei SACH tätig waren. Einige waren sichtlich bewegt, als sie Geschichten erzählten, die sie tief beeindruckt hatten, und von den Kindern und Familien sprachen, die sie während ihrer Zeit dort ins Herz geschlossen hatten.

Ihre Geschichten machten deutlich, dass es bei „Save a Child’s Heart“ um weit mehr als nur Operationen geht. Es geht darum, Familien neue Hoffnung zu geben, kulturübergreifende Freundschaften aufzubauen und Kindern eine Chance auf eine Zukunft zu bieten, die sie sonst vielleicht nie hätten.

Auch wenn ich nicht wie die Freiwilligen monatelang dort gearbeitet habe, werde ich meine wenigen Stunden mit den Mitarbeitern und Familien nie vergessen, da ich einen Einblick in ihre Arbeit zur Rettung von Kinderherzen erhalten habe.

Um sich als Freiwillige/r bei Save a Child’s Heart zu engagieren, klicken Sie bitte auf diesen Link hier.