Stimmen aus dem Iran: Herzzerreißende Beispiele für das Leben unter einer Tyrannei
Seit fast einem halben Jahrhundert lebt die iranische Bevölkerung unter einem theokratischen Regime, das seinen eigenen Bürgern immer mehr Not bereitet, während es enorme Ressourcen in Terrorismus, Stellvertreterkriege und militärische Ambitionen im Ausland steckt.
Heute erheben gewöhnliche Iraner mutig ihre Stimme. Ihre Geschichten gewähren einen ernüchternden Einblick in den Alltag unter dem islamischen Regime und erinnern die Welt daran, dass dessen größte Opfer oft das iranische Volk selbst sind.
Unterdessen führt Israel weiterhin einen existenziellen Krieg, um seine vielfältige Bevölkerung zu schützen, darunter Juden, israelische Araber, Drusen, Beduinen, Äthiopier, Christen und viele andere. Der Kontrast könnte kaum größer sein. Während Israel die Freiheiten seiner Bürger verteidigt, verstärken die Herrscher des Iran ihren Würgegriff um eine Nation, die verzweifelt nach Erleichterung sucht.
Die Stimmen, die aus dem Iran kommen, sollten nicht ignoriert werden. Sie sind ein Aufruf an alle Menschen guten Willens, zu beten, sich auf dem Laufenden zu halten und sich gegen die Tyrannei zu stellen. In diesem Sommer hatten Millionen Iraner mit weitreichenden Stromausfällen und schwerwiegender Wasserknappheit zu kämpfen.
In der Provinz Khuzestan, wo die Temperaturen regelmäßig über 48 Grad Cecius steigen, berichten Anwohner von wiederkehrenden Stromausfällen, die zwei Stunden oder länger andauern – und das während der gefährlichsten Stunden des Tages. In Islamshahr, vor den Toren Teherans, soll der Strom Berichten zufolge bis zu vier Stunden am Stück ausgefallen sein. Einwohner der Provinz Ilam warnen, dass anhaltende Stromausfälle weitreichende Proteste auslösen könnten.
In der Stadt Pardis fallen die Aufzüge in Hochhauswohnanlagen bei jedem Stromausfall aus. Ein frustrierter Anwohner fragte: „Wie sollen wir denn all diese Treppen steigen?“
Für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen sind die Entbehrungen besonders schwerwiegend.
Ein Iraner brachte eine von vielen geteilte Angst zum Ausdruck: „Wir haben mehr Angst davor, dass das Regime an der Macht bleibt.“
Ein anderer Bürger merkte an, dass anhaltende Stromausfälle unzählige Leben gefährden, da Patienten, die auf Beatmungsgeräte oder gekühlte Medikamente angewiesen sind, keine verlässliche Notstromversorgung haben. Wie ein Student erklärte: „Fragen Sie die Patienten, die zu Hause auf Beatmungsgeräte angewiesen sind, oder diejenigen, die lebenswichtige Medikamente im Kühlschrank aufbewahren. Für sie bedeutet ein Stromausfall nicht nur eine verschobene Prüfung. Es ist eine Frage von Leben und Tod.“
Die Wasserkrise im Iran ist ebenso alarmierend. Nach der schlimmsten Dürre des Landes seit vier Jahrzehnten sind die Stauseen weiterhin gefährlich leer. Im vergangenen Jahr beschrieb TIME die zunehmende Wasserknappheit im Iran als eine der größten langfristigen Bedrohungen für die Nation, und die Lage ist nach wie vor dramatisch.
Familien in Gemeinden wie Boumehen berichten, dass sie nur an zwei Tagen pro Woche fließendes Wasser erhalten, selbst wenn sie schwerkranke Angehörige pflegen. Die Bewohner von Shahriar und Qods haben die Behörden eindringlich gebeten und sie daran erinnert, dass „Wasser ein Grundbedürfnis und kein Luxus ist.“
Berichten zufolge haben etwa 10.000 Menschen in zwanzig Dörfern im Süden des Iran den Zugang zu einer zuverlässigen Wasserversorgung verloren, nachdem die Entsalzungs- und Pumpanlage in Bunji sowie die dazugehörige elektrische Infrastruktur beschädigt wurden. Veraltete Leitungsnetze, marode Anlagen, jahrelange Investitionsrückstände und mangelhafte staatliche Verwaltung haben die Krise nur noch verschärft.
Die staatlich kontrollierten Medien des Iran haben die Vereinigten Staaten für die Schäden an der Bunji-Anlage verantwortlich gemacht und diese als Terroranschlag bezeichnet. Diese Behauptungen wurden jedoch weder von westlichen noch von neutralen Quellen unabhängig bestätigt.
Was auch immer die unmittelbare Ursache sein mag – die übergeordnete Realität ist unübersehbar. Jahrelange wirtschaftliche Misswirtschaft, Korruption und falsch gesetzte nationale Prioritäten haben dazu geführt, dass Millionen gewöhnlicher Iraner darum kämpfen, ihre Grundbedürfnisse zu decken.
Nahrungsmittelknappheit hat diese Situation noch weiter verschlimmert. Einwohner von Zahedan berichten, dass Grundnahrungsmittel immer unerschwinglicher werden. Die Preise für Reis, Speiseöl, Eier und andere lebensnotwendige Güter steigen weiter an, sodass viele Familien nicht wissen, wie sie ihre nächste Mahlzeit bestreiten sollen.
Ein Einwohner beklagte: „Wir gehen schlafen und wachen auf – und plötzlich ist alles doppelt so teuer.“
Die Abhängigkeit des Iran von importierten Lebensmitteln verschärft diese Herausforderungen noch weiter. Das Land importiert etwa 77 Prozent seines Reises, 89 Prozent seines Maises, 95 Prozent seiner Sojabohnen und 91 Prozent seiner Pflanzenöle. Jede Störung der regionalen Schifffahrtsrouten, einschließlich der Straße von Hormus, übt zusätzlichen Druck auf die ohnehin schon fragile Lebensmittelversorgung aus.
Außenminister Marco Rubio bemerkte kürzlich: „Stellen Sie sich vor, der Iran hätte seinen Reichtum – Milliarden von Dollar – dafür ausgegeben, der iranischen Bevölkerung zu helfen, anstatt Terroristen zu finanzieren und Waffen zu bauen.“
Der ehemalige israelische Botschafter Michael Oren hat ebenfalls davor gewarnt, den wiederholten Versprechungen des Regimes zu vertrauen.
„Wir haben jahrzehntelange Beweise dafür, dass das Regime lügt, betrügt und täuscht und sich an keine Vereinbarung halten wird“, erklärte er. „Die Vereinigten Staaten und Israel können ihre Sicherheit nicht auf Versprechen aus Teheran stützen.“
Er fügte hinzu, dass die iranischen Führer Vereinbarungen oft eher als taktische Pausen denn als dauerhafte Verpflichtungen betrachten. Marziyeh Amirizadeh kennt diese Realität aus erster Hand. Als Christin, die unter dem islamischen Regime im Iran inhaftiert war, bevor sie schließlich in den Vereinigten Staaten Zuflucht fand, warnt sie, dass das Regime „nicht in gutem Glauben verhandelt. Es verhandelt, um zu überleben.“
Doch sie gibt auch einen wichtigen Hinweis: Das iranische Volk ist nicht seine Regierung. Sie hat wiederholt betont, dass viele Iraner Israel bewundern und sich nach Frieden sehnen, auch wenn Zehntausende in den vergangenen siebenundvierzig Jahren unter dem Regime Inhaftierung, Verfolgung oder den Tod erlitten haben.
Wie sollen wir als Nachfolger Jesu darauf reagieren? Die Heilige Schrift ruft uns dazu auf, Leid nicht nur anzuerkennen, sondern auch mit Mitgefühl zu handeln. Sprüche 24,11–12 erinnert uns: „Errette, die zum Tod geschleppt werden, und die zur Schlachtbank wanken, halte zurück! Wenn du sagen wolltest: »Siehe, wir haben das nicht gewusst!« — wird nicht der, welcher die Herzen prüft, es erkennen?“ Gebet und Handeln gehören zusammen.
Wir können treu für das iranische Volk beten, die Wahrheit aus zuverlässigen Quellen suchen, Falschinformationen zurückweisen und korrekte Informationen weitergeben, die Unterdrückung aufdecken und gleichzeitig auf Hoffnung hinweisen.
Vor allem können wir dafür beten, dass noch Millionen weiterer Iraner Jesus Christus begegnen, dessen Wahrheit allein dauerhafte Freiheit bringt.
Dieser Artikel erschien ursprünglich hier und wird mit Genehmigung erneut veröffentlicht.