Vier Monate nach dem Start hat Trumps „Gaza-Friedensrat“ laut einem Bericht noch keine Spenden erhalten
Der „Friedensrat“-Fonds von US-Präsident Donald Trump für den Wiederaufbau des Gazastreifens bleibt leer, berichtete die Financial Times am Mittwoch. Trotz Spendenzusagen in Höhe von insgesamt 17 Milliarden Dollar habe der Fonds laut dem Bericht keinen einzigen Dollar von Spendern erhalten.
Vier Quellen zufolge seien „null Dollar eingezahlt worden“. Einige Spenden umgehen den Mechanismus der Weltbank und fließen direkt auf das JPMorgan-Konto des Gremiums – also über einen inoffiziellen Kanal –, doch selbst dort gibt es keinen nennenswerten Geldfluss für den Wiederaufbau des Gazastreifens. Auf diese Weise sind der Öffentlichkeit weitaus weniger Informationen über den Umfang dieser Mittel und deren Verwendung zugänglich. Spenden über die Weltbank erfordern eine Berichterstattung an Spender und Vorstandsmitglieder, während Spenden über JPMorgan keine solche Transparenz erfordern.
Es wurde ferner berichtet, dass bislang nur geringe Beträge überwiesen wurden: etwa 20 Millionen Dollar aus Marokko zur Finanzierung des Büros des Generaldirektors des Friedensvorstands, Nickolay Mladenov, sowie der Gehälter für das technokratische palästinensische Komitee, während 100 Millionen Dollar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Ausbildung einer neuen Polizeitruppe weiterhin eingefroren sind.
Kein einziger US-Dollar wurde in den Wiederaufbau investiert, und der Ausschuss befindet sich in einer rechtlichen und politischen Schwebe ohne klare Befugnisse vor Ort. Der Ausschuss hat noch keine Aufträge vergeben, unter anderem weil die Hamas nicht entwaffnet wurde und weiterhin den Gazastreifen kontrolliert.
Im Februar teilte Israel den Vereinigten Staaten mit, dass es keine finanziellen Mittel für den Betrieb des Friedensgremiums bereitstellen werde, wie Kan News auf Reshet Bet erstmals berichtete. Die Länder, die dem Gremium beigetreten sind, wurden gebeten, sich an den Betriebskosten zu beteiligen, und Nationen wie Katar und die VAE kündigten an, jeweils über eine Milliarde Dollar zu spenden.
Ram Brandts ist Korrespondent für die Nachrichten von KAN 11.