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Israels DIAMOND-Konzept stärkt die Seestreitkräfte

 
Israels neues DIAMOND-Konzept von Israel Aerospace Industries. (Foto: Israel Aerospace Industries)

Israel Aerospace Industries (IAI) stellte am Donnerstag sein neues „DIAMOND“-Konzept vor, ein modulares System für die Seekriegsführung, das die maritimen Einsatzfähigkeiten erheblich verbessern soll, ohne dass Länder kostspielige neue Kriegsschiffe bauen müssen.

Das System basiert auf standardisierten Containerkonfigurationen und lässt sich Berichten zufolge „innerhalb weniger Stunden“ umrüsten, sodass Marineeinheiten ihre Schiffe angesichts wachsender Bedrohungen der maritimen Sicherheit rasch an wechselnde Kampf- und Verteidigungsmissionen anpassen können.

Das in Israel entwickelte Konzept besteht aus mehreren modularen Systemen, die auf bestehenden Schiffen installiert und mit einer zentralen Fregatte verbunden werden können, die als „Mutterschiff“ dient. Gleichzeitig behält jedes Schiff die unabhängige Kontrolle über seine eigenen Feuer- und Radarsysteme, was koordinierte, aber flexible Operationen ermöglicht.

Die Vorstellung des Systems erfolgt vor dem Hintergrund einer weltweit steigenden Nachfrage nach israelischer Verteidigungstechnologie, angetrieben durch zunehmende regionale Spannungen, sich wandelnde Raketen- und Drohnenbedrohungen sowie das wachsende Interesse an modularen und schnell einsetzbaren Militärsystemen.

„IAI ist führend bei innovativen Entwicklungen und stolz darauf, mit der Vorstellung von DIAMOND die nächste Generation der Seekriegsführung anzuführen – eine Lösung, die modulare Architektur, erhöhte Feuerkraft und beispiellose operative Flexibilität vereint“, erklärte Boaz Levy, Präsident und CEO von IAI.

„Die Lösung wird es den Marinen ermöglichen, sich in komplexen maritimen Einsatzgebieten effektiv gegen sich entwickelnde Bedrohungen zu behaupten, wobei sie schnell zwischen defensiven und offensiven Missionen wechseln und sich kontinuierlich an veränderte operative Anforderungen anpassen können“, erklärte er.

Die Vernetzung der Schiffe ermöglicht schnelle operative Flexibilität und den raschen Einsatz, um maritimen Bedrohungen in Echtzeit zu begegnen.

IAI, eines der größten Verteidigungsunternehmen Israels, betonte, dass das DIAMOND-System sowohl offensive als auch defensive Fähigkeiten über verschiedene Unternehmensplattformen integriert, darunter die Loitering-Munition Harpy, Harop und Mini-Harpy, LORA-Raketen, Blue Spear-Marschflugkörper und BARAK MX-Luftabwehrsysteme.

Die Ankündigung spiegelt zudem auch die wachsende internationale Nachfrage nach in Israel entwickelter Verteidigungstechnologie wider.

Im Januar setzte Marokko das israelische Barak-Luftabwehrsystem inmitten wachsender Spannungen mit dem Nachbarland Algerien ein.

Auch Indien und Israel haben zunehmend engere Sicherheitsbeziehungen aufgebaut, wobei sich der jüdische Staat zu einem der führenden Lieferanten von Militärtechnologie für die indischen Streitkräfte entwickelt hat.

Im April 2025 führten Indien und Israel gemeinsam erfolgreiche Abfangtests des in Israel entwickelten Barak-Abwehrsystems durch. Damals lobte der IAI-Chef sowohl den Test als auch die sich ausweitende Verteidigungszusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.

„Das Barak-System bietet fortschrittlichen und innovativen Schutz gegen ein breites Spektrum an Luft- und Raketenbedrohungen. Der Erfolg dieser Tests stärkt die technologische Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern und spiegelt unsere Partnerschaft mit dem indischen Verteidigungsministerium sowie mit der Industrie in Israel und Indien wider“, sagte Levy.

Anfang dieses Monats besuchte die bislang größte israelische Verteidigungsdelegation Finnland, da beide Länder bestrebt waren, ihre bilateralen Sicherheitsbeziehungen zu stärken.

Die israelische Delegation bestand aus 32 Rüstungsunternehmen, die dem finnischen Militär ihre hochmodernen Lösungen vorstellten.

„Wir haben eine hervorragende Beziehung zum finnischen Verteidigungsministerium und zahlreiche gemeinsame Projekte“, verriet ein namentlich nicht genannter israelischer Verteidigungsbeamter.

„Wir haben Industrieprojekte besprochen. Das finnische Militär hat 23 laufende Projekte mit der israelischen Verteidigungsindustrie. Für sie ging es bei dem Treffen nicht nur um Beschaffung, sondern auch darum, von Israels militärischem Ansatz zu lernen und sich über zukünftige Projekte zu informieren. Der stellvertretende Stabschef und der Leiter der Beschaffungsabteilung Finnlands haben uns über ihren Ausrüstungs- und Beschaffungsbedarf informiert“, fügte der Vertreter hinzu.

Im März überholte Israel laut Daten des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts Großbritannien als siebtgrößten Waffenexporteur der Welt.

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Die Mitarbeiter von All Israel News sind ein Team von Journalisten in Israel.

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