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Ein weiterer Israeli wegen mutmaßlicher Verbindungen zum iranischen Geheimdienst festgenommen

 
Symbolbild (Foto: Shutterstock)

Die Polizei und der Shin Bet gaben die Festnahme eines Mannes in den Dreißigern aus dem Tel-Aviv-Vorort Bat Yam bekannt, der im Verdacht steht, Kontakt zu iranischen Geheimdienstmitarbeitern zu unterhalten und in deren Auftrag sicherheitsrelevante Aufträge ausgeführt zu haben.

Die Festnahme war das Ergebnis einer gemeinsamen Ermittlung der Kriminalpolizei des Bezirks Ayalon und des Shin Bet, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der Behörden hervorgeht. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass in den kommenden Tagen mit einer Anklageerhebung zu rechnen sei.

Den Behörden zufolge soll der Verdächtige Ende 2025 über soziale Medien Kontakt zu iranischen Agenten aufgenommen und in den folgenden Monaten mehrere Aufträge für diese ausgeführt haben, wofür er Zahlungen erhielt, die auf verschiedenen Wegen übermittelt wurden.

Der Fall ist der jüngste in einer wachsenden Reihe mutmaßlicher iranischer Spionageoperationen, an denen israelische Staatsbürger und Einwohner beteiligt sind und die laut israelischen Sicherheitsbehörden während des andauernden „Swords of Iron“-Krieges deutlich zugenommen haben.

„Die israelische Polizei und der Shin Bet warnen israelische Staatsbürger und Einwohner erneut davor, Kontakt zu ausländischen Akteuren zu unterhalten und Aufträge für diese auszuführen“, hieß es in der Erklärung. „Diese Handlungen stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Gesetz dar und gefährden die Staatssicherheit.“

Die israelischen Behörden haben wiederholt gewarnt, dass iranische Geheimdienstmitarbeiter häufig versuchen, Israelis über soziale Medien und Online-Plattformen zu rekrutieren, wobei sie oft finanzielle Vergütungen im Austausch für Informationsbeschaffungsaktivitäten oder andere Aufträge anbieten.

In ihrem Jahresbericht vom Januar 2026 gab der Shin Bet an, dass im Jahr 2025 mindestens 25 israelische Staatsbürger und ausländische Einwohner wegen verschiedener vom Iran geförderter spionagebezogener Aktivitäten angeklagt wurden. Außerdem wurden im gleichen Zeitraum 120 Vorfälle im Zusammenhang mit iranischen Spionageoperationen dokumentiert.

Laut israelischen Sicherheitsbeamten reichten diese Aktivitäten vom Fotografieren von IDF-Stützpunkten und Regierungseinrichtungen sowie der Übermittlung von Bildern mit GPS-Koordinaten an iranische Kontaktpersonen bis hin zu schwerwiegenderen Straftaten, die die direkte Unterstützung feindlicher Akteure beinhalteten.

Sicherheitsbeamte warnen, dass selbst scheinbar geringfügige Aktivitäten zur Informationsbeschaffung erhebliche Folgen haben können, da geolokalisierte Fotos und andere Informationen dazu genutzt werden könnten, sensible Militär- oder Regierungsstandorte zu identifizieren und ins Visier zu nehmen.

Das Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) wurde laut israelischen Sicherheitsanalysen zudem mit Bemühungen in Verbindung gebracht, kriminelle Elemente in Europa und möglicherweise Nordamerika für ähnliche, weniger bedeutende Aufgaben der Informationsbeschaffung zu rekrutieren.

Die Mitarbeiter von All Israel News sind ein Team von Journalisten in Israel.

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