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Westliche Hilfen bewahrten die Palästinensische Autonomiebehörde vor dem finanziellen Zusammenbruch, zeigt israelische Studie

 
Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, spricht während eines Treffens der palästinensischen Führung in Ramallah am 18. August 2020. (Foto: Flash90)

Finanzhilfen der Weltbank und der Europäischen Union haben laut einer neuen Studie des israelischen Instituts für Nationale Sicherheitsstudien (INSS), die letzte Woche veröffentlicht wurde, einen finanziellen Zusammenbruch der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) verhindert.

Der Bericht kam zu dem Ergebnis, dass die PA zwar seit ihrer Gründung in den 1990er Jahren in hohem Maße auf ausländische Hilfe angewiesen war, der überwiegende Teil der jüngsten Notfallhilfen jedoch von westlichen Gebern und nicht von arabischen Staaten stammte.

Die Studie kam zu dem Schluss, dass der Anstieg der Hilfen aus Europa und von der Weltbank die in Ramallah ansässige Verwaltung trotz sinkender Einnahmen, steigender Verschuldung und wachsenden wirtschaftlichen Belastungen nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 finanziell über Wasser gehalten hat.

Die PA sah sich zudem zunehmenden finanziellen Belastungen ausgesetzt, nachdem Israel die Steuerüberweisungen aufgrund der umstrittenen „Pay-for-Slay“-Zahlungen der Verwaltung gekürzt hatte, mit denen tödlicher Terrorismus gegen Juden und Israel belohnt wird.

Trotz der Zusicherungen gegenüber der Trump-Regierung, dass diese antisemitische Praxis beendet worden sei, schien die PA die „Pay-for-Slay“-Politik im Mai 2026 wieder eingeführt zu haben. Endemische Misswirtschaft und weit verbreitete Korruption haben ebenfalls zu der sich verschlechternden finanziellen Lage der PA beigetragen.

Die Erhebung von Steuereinnahmen durch Israel im Auftrag der PA war einst eine der Haupteinnahmequellen der Verwaltung. Der INSS-Bericht stellte fest, dass Israel weiterhin Steuern und Zolleinnahmen für die PA im Rahmen des Pariser Protokolls von 1994 einzieht.

Seit Juli 2018 zieht Israel jedoch Beträge in Höhe der Ausgaben der PA für antiisraelischen Terrorismus ab und verwendet einen Teil der Mittel zudem zur Deckung von Strom- und Wasserkosten. Infolgedessen sind die jährlichen Steuerüberweisungen von etwa 11–12 Milliarden NIS auf nur noch 2 Milliarden NIS im Jahr 2025 gesunken.

Der INSS-Bericht stellte fest, dass sich die Finanzkrise der PA nach dem Angriff der Hamas am 7. Oktober und dem darauffolgenden Gaza-Krieg erheblich verschärft habe.

„Seit dem Ausbruch des Krieges ‚Eiserne Schwerter‘ im Jahr 2023 ist der wirtschaftliche Zusammenbruch der Palästinensischen Autonomiebehörde zu einem der am häufigsten diskutierten Szenarien im politischen und sicherheitspolitischen Diskurs Israels geworden. Israels Einbehaltung von Zollabfertigungseinnahmen, der Verlust von Zehntausenden von Arbeitsplätzen in Israel, der starke Rückgang der Wirtschaftstätigkeit im Westjordanland und die stetig wachsende Verschuldung der Palästinensischen Autonomiebehörde haben viele zu der Einschätzung veranlasst, dass ihr Zusammenbruch nur eine Frage der Zeit ist.“

Israels Entscheidung, viele palästinensische Arbeitskräfte aus Judäa und Samaria – international bekannt als Westjordanland – durch ausländische Arbeitskräfte aus Indien, Thailand und China zu ersetzen, war durch sicherheitspolitische Erwägungen motiviert.

Einige Analysten in Israel und im Ausland haben gewarnt, dass ein vollständiger Zusammenbruch der PA den Weg für eine Machtübernahme der Hamas in dem Gebiet ebnen könnte.

Der Bericht hob das Ausmaß des Haushaltsungleichgewichts der PA hervor. Im Jahr 2023 nahm die Verwaltung 3,9 Milliarden NIS (etwa 1,13 Milliarden Euro) an inländischen Steuereinnahmen und 1,6 Milliarden NIS (460 Millionen Euro) an nichtsteuerlichen Einnahmen ein, während sich die Gesamtausgaben auf 14,8 Milliarden NIS (etwa 4,3 Milliarden Euro) beliefen.

Um das Defizit auszugleichen, stieg die Auslandshilfe drastisch an – von 755,2 Millionen NIS (rund 218 Millionen Euro) im Jahr 2023 auf 2,5 Milliarden NIS (etwa 722 Millionen Euro) im Jahr 2024 und 6,2 Milliarden NIS (etwa 1,8 Milliarden Euro) im Jahr 2025. Dem Bericht zufolge verhinderte dieser Zufluss an ausländischer Hilfe, dass die Palästinensische Autonomiebehörde ein Defizit anhäufte, das schwerwiegend genug gewesen wäre, um einen finanziellen Zusammenbruch auszulösen. Der Großteil der Mittel stammte von der Europäischen Union und der Weltbank.

Im Vergleich dazu trugen die arabischen Staaten im Jahr 2024 nur 611,2 Millionen NIS (etwa 177 Millionen Euro) bei, wobei dieser Betrag im Jahr 2025 weiter auf 392,3 Millionen NIS (113 Millionen Euro) sank.

Das INSS führte den starken Anstieg der westlichen Hilfe auf einen breiten Konsens unter den westlichen Regierungen zurück, wonach die PA nach wie vor „ein unverzichtbarer Partner für jede künftige diplomatische Lösung“ sei – und dass ihr Zusammenbruch „das Westjordanland destabilisieren und übergeordnete regionale Interessen untergraben“ könnte.

Die westlichen Mittel sind offiziell dazu bestimmt, die Finanzen der PA zu stabilisieren. Allerdings berichtete The Jerusalem Post zuvor, dass europäische Gelder häufig bei palästinensisch-arabischen Banken eingezahlt werden, die Berichten zufolge die Fortsetzung der „Pay-for-Slay“-Politik der PA erleichtern, welche den Terrorismus unterstützt, anstatt die wirtschaftliche Lage der lokalen Bevölkerung zu verbessern.

Anfang dieses Monats sagte eine von der EU unterstützte Geberinitiative 1 Milliarde US-Dollar für den Wiederaufbau des Gazastreifens zu. Das Projekt wird von zehn EU-Mitgliedstaaten, der Schweiz und der Europäischen Investitionsbank unterstützt.

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