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Iran nutzte Telegram, um in Großbritannien lebende Personen für antiisraelische Demonstrationen und Propaganda zu rekrutieren – Bericht

 
London, England, Vereinigtes Königreich, Landesweite Demonstration – März – 14. Oktober 2023. (Foto: Reuters)

Ein am Freitag von der Londoner Zeitung The Times veröffentlichter Bericht wirft ein neues Licht auf Vorwürfe, wonach das iranische Regime Telegram nutze, um britische Einwohner für die Organisation antiisraelischer Demonstrationen und die Verbreitung antisemitischer Propaganda zu rekrutieren.

Dem Bericht zufolge infiltrierte ein Journalist von The Times eine der Telegram-Gruppen, indem er sich als Anhänger des iranischen Regimes ausgab, der an dessen Aktivitäten in London teilnehmen wolle. Nachdem er auf einen öffentlich geteilten Telegram-Link geklickt hatte, wurde der Journalist Berichten zufolge von einem iranischen Agenten kontaktiert und stand etwa zwei Wochen lang mit ihm in Verbindung.

Während des Austauschs behauptete der iranische Kontakt angeblich, dass bereits mehrere Personen in London in die Operation eingebunden seien. Er soll zudem gesagt haben, dass ähnliche Operationen in Israel stattfänden, wo Dutzende von Agenten rekrutiert worden seien, um Vandalismus zu begehen, sensible Orte zu fotografieren und den Alltag zu stören.

Die Behauptungen scheinen mit einer aktuellen Ermittlung der israelischen Polizei übereinzustimmen, bei der es um einen Mann aus Holon geht, der unter dem Verdacht festgenommen wurde, im Auftrag des iranischen Regimes zu handeln. Nach Angaben der israelischen Behörden nahm der Verdächtige den Kontakt ebenfalls über denselben Telegram-Kanal auf, der in der Times-Recherche erwähnt wird. Der iranische Agent soll dem Journalisten Geld angeboten haben, um weitere Teilnehmer zu rekrutieren, die bereit wären, Straßendemonstrationen zu organisieren und anti-israelische Plakate an öffentlichen Orten aufzuhängen.

Der Journalist zitierte seinen iranischen Kontakt mit den Worten: „Jeder, der über irgendwelche Fähigkeiten verfügt, sollte diese angeben und erklären, welche Fähigkeiten und Zugänge er hat, damit wir einen Plan für ihn erstellen können.“

Daraufhin gab der Journalist an, über „grundlegende Programmierkenntnisse“ zu verfügen, woraufhin der Agent vorschlug, eine Online-Petition zu erstellen, die den angeblichen „Völkermord“ an Kindern im Iran verurteilt. Der Agent soll zudem Plakate und Bildmaterial zur Verteilung verschickt haben, darunter Bilder, die Israel, „Kahanisten“, Jeffrey Epstein und andere angeblich mit dem Judentum verbundene Akteure für „Massenhungersnot“ im Iran und „Völkermord“ im Gazastreifen verantwortlich machten.

Einige der Materialien sollen Bildsprache und Slogans aus den „No Kings“-Protesten gegen US-Präsident Donald Trump übernommen haben.

Geheimdienstanalysten warnen seit langem davor, dass der Iran und andere feindlich gesinnte Akteure versuchen könnten, Instabilität und inneres Chaos in Israel und anderen westlichen Ländern zu fördern, indem sie über das Internet gezielt Personen am Rand der Gesellschaft rekrutieren und diese für geringe Geldbeträge zu Stör- und Belästigungsaktionen einsetzen. Kriminelle Netzwerke sollen Berichten zufolge auch als Subunternehmer in ausgefeilteren Operationen eingesetzt worden sein, die darauf abzielen, die Aufmerksamkeit und Ressourcen von Geheimdiensten, Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden abzulenken.

So ist in den letzten Monaten beispielsweise eine in London ansässige Gruppe namens „Hakarat Ashab al-Yamin al-Islamiya“ aufgetaucht, die sich zu mehreren Brandanschlägen auf jüdische und israelische Geschäfte, diplomatische Vertretungen und sogar Privathäuser bekannt hat. Strafverfolgungsbehörden gehen Berichten zufolge davon aus, dass diese Anschläge vom Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) finanziert werden. Es besteht der Verdacht, dass ähnliche IRGC-Operationen auch in anderen europäischen Ländern sowie an Orten in den USA und Kanada stattfinden.

Strafverfolgungsbeamte sagen, dass solche Operationen schwer aufzudecken und zu verhindern sind, und fordern die Öffentlichkeit auf, wachsam zu bleiben.

Die Mitarbeiter von All Israel News sind ein Team von Journalisten in Israel.

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