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Eine mit dem Iran verbundene Gruppe bekennt sich zu Anschlägen auf jüdische Ziele in Skopje und München, während der Antisemitismus in ganz Europa weiter zunimmt

Deutschland erhebt Anklage gegen einen syrischen Mann, der einen Messer- und Bombenanschlag auf Juden und „Ungläubige“ geplant haben soll

 
Brandanschlag auf eine Synagoge in Skopje, Nordmazedonien (Foto: Soziale Medien)

Die Welle antisemitischer Angriffe auf jüdische und israelische Ziele in ganz Europa zeigt keine Anzeichen eines Nachlassens, während eine iranische Stellvertretergruppe bereits die Verantwortung für zwei weitere Angriffe am Mittwoch übernommen hat.

Zwei weitere Vorfälle in Deutschland in den letzten Tagen machten deutlich, dass die Gefahr für Juden und Israelis in Europa so hoch ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Die Gruppe namens Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiyyah (HAYI) fungierte im vergangenen Monat als Dachorganisation und bekannte sich zu mindestens 15 Anschlägen. Nach Angaben des israelischen Ministeriums für Diaspora-Angelegenheiten und Bekämpfung des Antisemitismus steht sie in Verbindung mit iranischen Stellvertreter-Netzwerken.

Am Mittwoch erklärte die Gruppe, ihre Mitglieder seien für zwei weitere Anschläge der letzten Zeit verantwortlich.

In Skopje, Nordmazedonien, setzten zwei Männer ein jüdisches Gemeindezentrum in Brand, wie aus Aufnahmen hervorgeht, die die israelische Botschafterin Vivian Aisen am vergangenen Sonntag veröffentlichte. HAYI behauptete in einem Video, der Angriff sei durchgeführt worden, weil das Zentrum ein „Symbol der historischen und kulturellen Identität der Juden dieser Region“ sei und eine „tiefe Verbindung zum zionistischen Regime“ habe.

„Wegen der Verbrechen des zionistischen Regimes wird kein Jude irgendwo sicher sein“, erklärte die Gruppe.

In München, Süddeutschland, hatte vor etwa zwei Wochen eine Explosion, die laut Polizei durch „pyrotechnische Gegenstände“ verursacht wurde, die Fenster des israelischen Restaurants Eclipse zertrümmert.

Am Mittwoch bekannte sich HAYI zu dem Anschlag und drohte ausdrücklich damit, bei einem künftigen Anschlag Menschen zu töten. Die Explosion „hätte tagsüber stattfinden können, und die Zionisten wären getötet worden“, erklärte die Gruppe und warnte: „Nähert euch niemals zionistischen Einrichtungen.“

Einige Tage nach dem Anschlag nahmen etwa 300 bis 500 Menschen an einer Solidaritätskundgebung vor dem Restaurant teil.

Am Wochenende teilte die Londoner Metropolitan Police mit, dass sie Behauptungen der HAYI untersuche, wonach diese für drei jüngste Brandanschläge auf jüdische Einrichtungen in der Stadt verantwortlich sei.

Unterdessen beschränken sich die Angriffe weder auf die mit dem Iran verbundene Gruppe, noch richten sie sich ausschließlich gegen jüdische oder israelische Ziele – eine israelische Flagge reicht aus, um unter Beschuss zu geraten.

Am Mittwoch berichteten lokale Medien, dass „Geschosse“ ein Rathaus in Saarlouis, Westdeutschland, getroffen hätten, weil dort aus Solidarität zum israelischen Unabhängigkeitstag eine israelische Flagge gehisst worden war.

Laut dem lokalen Sender Saarländischer Rundfunk hätten „unbekannte Personen offenbar mehrere Fenster“ mit Geschossen beschädigt; das Innenministerium habe zudem angemerkt, dass der Schaden „im Vorfeld einer Demonstration unter dem Motto ‚Pro Palästina‘“ gemeldet worden sei.

Allerdings sei das Motiv sowie ein möglicher Zusammenhang mit der Demonstration weiterhin „unklar“.

Die israelische Generalkonsulin für Süddeutschland, Talya Lador-Fresher, schrieb auf 𝕏: „Ich bin zutiefst schockiert und besorgt über die Schüsse auf das Rathaus in Saarlouis, Saarland. Meine Solidarität und mein Respekt gelten Bürgermeister Marc Speicher und seinem Team. Es ist entsetzlich, dass antidemokratische Kräfte in ganz Deutschland israelische Flaggen ins Visier nehmen.“

Am Dienstag teilte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft mit, sie habe Anklage gegen einen Syrer erhoben, der angeblich beschlossen hatte, so viele Juden und „Ungläubige“ wie möglich zu töten, und einen kombinierten Messer- und Selbstmordanschlag in Berlin geplant hatte.

Er wurde Anfang November letzten Jahres festgenommen und muss sich nun unter anderem wegen der Vorbereitung einer schweren gewalttätigen subversiven Handlung (Terrorismus) und der Verbreitung von Propagandamaterial terroristischer Organisationen verantworten.

Die Mitarbeiter von All Israel News sind ein Team von Journalisten in Israel.

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