Ein Einblick in Israels historischen Einstieg in den Bob-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen 2026
Bobpilot Adam „AJ“ Edelman reflektiert über die Leistung
In einem kürzlich geführten Interview mit Paul Calvert reflektierte der israelische Bobpilot Adam „AJ“ Edelman über die historische Leistung, Israel zum ersten Mal für die Bobwettbewerbe der Olympischen Winterspiele (2026) qualifiziert zu haben, und beschrieb dies als Meilenstein nicht nur für sich selbst, sondern für die ganze Nation.
„Ich bin wirklich stolz auf mein Land“, sagte Edelman. „Ich meine, das Land hat hier etwas erreicht, was nur noch selten vorkommt – nämlich dass ein neues Land in die olympische Bob-Familie aufgenommen wird. Das ist einfach eine beeindruckende Leistung.“
Er erzählte Calvert von dem langen und anspruchsvollen Weg zu den diesjährigen Olympischen Winterspielen in Italien und wies darauf hin, dass der Sport selbst mit erheblichen Risiken verbunden ist. Edelman beschrieb häufige Unfälle und Geschwindigkeiten von über 135 km/h (84 mph) und betonte, wie viel Präzision und Geschicklichkeit erforderlich sind, um sicher anzutreten.
Der diesjährige Wettbewerb war nicht der erste Versuch des Teams, die olympische Bühne zu erreichen.
Nachdem er die Qualifikation im vorherigen Olympiazyklus (2020-2022) um 0,1 Sekunden knapp verpasst hatte, war er entschlossen, das zu Ende zu bringen, was er begonnen hatte. Er reiste international, um in Deutschland, Norwegen und Nordamerika zu trainieren, und konzentrierte sich in der Nebensaison auf Sprint- und Krafttraining.
Edelman sieht den Erfolg des Teams als Katalysator für Veränderungen in Gemeinden, in denen sportliche Aktivitäten traditionell keine hohe Priorität hatten. Sport, so sagte er, könne ein Mittel zur Entwicklung, Disziplinierung und Selbstentfaltung sein. Im Mittelpunkt seiner Motivation steht der Wunsch, ein Vorbild für andere zu sein und die Sichtweise auf Sport in Israel zu erweitern.
Auf die Frage, wie wichtig es sei, sich von der israelischen Öffentlichkeit unterstützt zu fühlen, antwortete er: „Oh, das bedeutet mir alles. Deshalb tun wir doch, was wir tun, oder? Das Team wurde gegründet, um etwas zu bewirken, um ein Zeichen zu setzen und ein Beispiel dafür zu geben, was wir im Sport erreichen können ... Das erwärmt mir wirklich das Herz.“
Edelman glaubt, dass Israels Präsenz im Sport auch dann bedeutend bleiben wird, wenn einzelne Athleten in Vergessenheit geraten.
Er reflektierte auch über den tieferen Sinn seiner Reise und beschrieb, was er als tafkid (תפקיד) bezeichnete – das hebräische Wort für spirituelle Rolle oder Berufung. Edelman sieht dies als Verantwortung, jungen Menschen in seiner Gemeinde als Vorbild zu dienen und zu zeigen, was durch Ausdauer und zielgerichtetes Handeln möglich ist.
Edelman erinnerte sich, dass ihm zu Beginn seiner Karriere ein Trainer unverblümt gesagt hatte, er würde niemals Erfolg haben.
„Du wirst es niemals zu den Olympischen Spielen schaffen. Und du bist nicht das, was wir als athletisch bezeichnen würden.“
Anstatt ihn zu entmutigen, wurde dieser Moment zu einem Wendepunkt. Heute sagt Edelman, dass sich seine Motivation verändert hat und er sich weniger darauf konzentriert, sich gegenüber den Zweiflern zu beweisen, sondern mehr auf persönliches Wachstum und Veränderung. „Es geht darum, die beste Version meiner selbst zu sein“, fügt er hinzu.
Hören Sie sich unten das vollständige Interview von AJ Edelman mit Paul Calvert auf Englisch an.
Die Mitarbeiter von All Israel News sind ein Team von Journalisten in Israel.