IDF setzt weiterhin neue Innovationen ein, um Israel zu schützen
Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben mit der Einführung der gepanzerten Radtransporter vom Typ „Eitan“ begonnen, die mit „Hetz Dorban“ ausgestattet sind – einem in Israel entwickelten aktiven „Hard-Kill“-Schutzsystem, das darauf ausgelegt ist, anfliegende Panzerabwehrwaffen, Drohnen und andere Bedrohungen abzufangen, bevor diese das Fahrzeug treffen können.
Die IDF veröffentlichte kürzlich Bilder, die „Eitan“-Fahrzeuge zeigen, die mit dem System ausgestattet sind, das vom israelischen Rüstungsunternehmen Elbit Systems hergestellt und international unter dem Namen „Iron Fist“ vermarktet wird. Die Technologie soll gepanzerten Fahrzeugen einen zusätzlichen Schutz vor den immer ausgefeilteren Bedrohungen bieten, denen sie auf modernen Schlachtfeldern ausgesetzt sind.
Das Herzstück des Systems bildet ein Netzwerk aus Radar- und optischen Sensoren, die an der Fahrzeugaußenseite angebracht sind und anfliegende Panzerabwehrgeschosse erkennen. Das System steuert daraufhin die angeschlossenen Abfeuervorrichtungen für Gegenmaßnahmen an, um eine Munition abzufeuern, die die anfliegende Waffe abfängt und sie entweder zerstört oder von ihrer Flugbahn ablenkt, sodass sie das Fahrzeug nicht beschädigt.
Laut Elbit wurde das System zur Abwehr von Panzerfäusten, Panzerabwehrlenkflugkörpern, Drohnen und sogar von anderen Panzern abgefeuerten Geschossen mit kinetischer Energie entwickelt.
Bei den jüngsten Zusammenstößen mit nichtstaatlichen Kräften wie der Hamas und der Hisbollah sahen sich israelische Panzerfahrzeuge sowohl mit traditionellen Panzerabwehrwaffen als auch mit improvisierten Bedrohungen konfrontiert, darunter Drohnen, die zum Transport von Granaten und improvisierten Sprengsätzen umgerüstet wurden.
Da solche Angriffe oft ohne Vorwarnung erfolgen, gewinnen automatisierte, computergesteuerte Abwehrsysteme für den Schutz von gepanzerten Fahrzeugen und deren Besatzungen zunehmend an Bedeutung.
Ein weiteres israelisches Rüstungsunternehmen, Rafael, hat das aktive Schutzsystem „Trophy“ entwickelt, das gepanzerten Fahrzeugen einen ähnlichen Schutz bietet. Die IDF hat „Trophy“-Systeme zum Einbau in verschiedene Typen gepanzerter Fahrzeuge erworben.
Die zusammen mit dem „Hetz Dorban“ gezeigten „Eitan“-Fahrzeuge gehören Berichten zufolge zur 933. „Nahal“-Infanteriebrigade der IDF, die im Mai 2023 als erste israelische Einheit das Fahrzeug erhielt. Die „Eitan“-Schützenpanzer sollen nach und nach ältere Fahrzeuge ersetzen, darunter den M113 aus der Zeit des Vietnamkriegs.
Die IDF setzt auch den schwereren Namer-Schützenpanzer ein, während der Eitan mit einem Gewicht von etwa 35 Tonnen relativ leicht ist. Da er auf Rädern fährt, erreicht der Eitan auf der Straße Geschwindigkeiten von rund 90 Kilometern pro Stunde und kann eine Standardbesatzung von drei Personen sowie neun Soldaten befördern.
Als Hetz Dorban von der IDF für die Ausrüstung der Eitan-Fahrzeuge ausgewählt wurde, erklärte Yehuda (Udi) Vered, Executive Vice President und General Manager der Land Division von Elbit Systems: „Wir sind stolz darauf, der IDF eine so wichtige operative Fähigkeit zur Verfügung stellen zu können. Dieser Auftrag trägt zum wachsenden Interesse vieler moderner Streitkräfte am ‚Iron Fist‘ bei, die die Schutzfähigkeiten ihrer gepanzerten Kampffahrzeuge verbessern möchten.“
Dieses Interesse kommt zu einer Zeit, in der Elbit eine wachsende internationale Nachfrage nach seinen Verteidigungstechnologien verzeichnet. In einem aktuellen Bericht an die Aktionäre erklärte Bezhalel (Butzi) Machlis, Präsident und CEO von Elbit Systems: „Unser Auftragsbestand erreichte mit 32 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord, was langfristige Planungssicherheit bietet und das anhaltende Vertrauen von Kunden weltweit in die Technologien und Fähigkeiten von Elbit Systems unterstreicht.“
Über seine Arbeit an aktiven Schutzsystemen hinaus entwickelt Elbit auch neue Technologien im Bereich der gerichteten Energie. Machlis sagte: „Elbit Systems ist führend bei der Entwicklung von Hochleistungslasern und Technologien für gerichtete Energie der nächsten Generation.“ Er fügte hinzu: „Vor kurzem haben wir unser luftgestütztes Hochleistungslasersystem vorgestellt, das derzeit für Hubschrauber und Kampfflugzeuge entwickelt wird.“
Das Unternehmen erklärt, diese Technologien seien Teil seiner umfassenden Bemühungen, Systeme für militärische Kunden weltweit zu entwickeln. Machlis formulierte es so: „Diese neue Fähigkeit baut auf jahrzehntelanger technologischer und operativer Erfahrung auf und wird das breite Systemportfolio von Elbit Systems weiter ausbauen, um Kunden zu unterstützen und zum Schutz von Nationen und kritischen Infrastrukturen auf der ganzen Welt beizutragen.“