Finanzministerium erwägt laut Bericht, die Steuerbefreiung in Eilat abzuschaffen und das Renteneintrittsalter anzuheben, um das Haushaltsdefizit zu verringern
Finanzminister Smotrich bestreitet die gemeldeten Änderungen und erklärt, die Journalisten hätten ihn nicht kontaktiert
Berichten in hebräischen Medien vom Dienstag zufolge, plante das Finanzministerium umfassende Reformen zur Senkung des Haushaltsdefizits, darunter die Anhebung des Rentenalters und die Aufhebung der Mehrwertsteuerbefreiung in der südlichen Hafenstadt Eilat.
Nach diesen Berichten veröffentlichte Finanzminister Bezalel Smotrich eine Nachricht in den sozialen Medien, in der er die beiden prominentesten Reformen bestritt, die in den Schlagzeilen hebräischer Nachrichtenseiten breit thematisiert worden waren.
„Ich sehe falsche Berichte auf Websiten“, schrieb Smotrich. „Journalisten haben mich in dieser Angelegenheit nicht kontaktiert, um nachzufragen und Klarheit zu schaffen; das ist nicht seriös, und genau so wirken diese Berichte auch.“
„Deshalb sollte zumindest die Öffentlichkeit meine Position kennen“, fuhr er fort. „A. Das Rentenalter wird nicht auf 70 Jahre angehoben. Das Thema steht nicht zur Debatte. B. Die Mehrwertsteuerbefreiung für die Stadt Eilat bleibt bestehen. Die Einwohner der Stadt können beruhigt sein.“
Die Idee, das Rentenalter anzuheben und die Mehrwertsteuerbefreiung für die Stadt Eilat, die als steuerfreie Zone fungiert, aufzuheben, ist nicht neu. Beide Vorschläge wurden im Finanzministerium bereits diskutiert, noch bevor Smotrich dieses Ressort übernahm.
Ersten Berichten in hebräischen Medien zufolge arbeiteten Abteilungsleiter im Finanzministerium an einem Plan für die Jahre 2027–2032, der voraussichtlich eine Reihe von Reformen zur Reduzierung des Defizits enthalten sollte.
Die Planung erfolgte unter der Leitung von Minister Smotrich, der um eine langfristige Planung für die nächste Legislaturperiode gebeten hatte. Angesichts der bevorstehenden Wahlen und einer möglichen neuen Regierung wurden jedoch keine Versuche unternommen, einen Staatshaushalt aufzustellen.
Die Planung wurde von Fachleuten im Finanzministerium durchgeführt, was bedeutet, dass einige der vorgeschlagenen Änderungen wahrscheinlich erneut vorgeschlagen werden, unabhängig davon, wer das Ministeramt innehat.
Zu den weiteren vorgeschlagenen Änderungen gehören Kürzungen bei den verpflichtenden Rentenbeiträgen, die – unter Einbeziehung aller Beiträge, Steuern und Abzüge – bis zu 30 % des Gehalts eines Arbeitnehmers ausmachen können.
Darüber hinaus schlug das Finanzministerium vor, bestimmte Steuerbefreiungen schrittweise abzubauen, darunter die Mehrwertsteuerbefreiung in Eilat und die Mehrwertsteuerbefreiung für Obst und Gemüse, sowie Steuervergünstigungen für Neuzuwanderer und Gemeinden, die vom Gaza-Krieg 2023 betroffen waren, zu reduzieren.
Das Finanzministerium schlug zudem vor, den Haushalt für das Verteidigungsministerium zu kürzen, wobei die kürzlich von Premierminister Benjamin Netanjahu hinzugefügten 350 Milliarden NIS (120 Milliarden US-Dollar) ausgenommen bleiben sollen.
Die Mitarbeiter von All Israel News sind ein Team von Journalisten in Israel.