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Deutschland liefert das größte seit dem Zweiten Weltkrieg gebaute U-Boot an die israelische Marine aus

 
In Deutschland gebautes U-Boot der Dolphin-2-Klasse, 12. November 2024. (Foto: IDF)

Die israelische Marine hat diese Woche das IMS Drakon in Empfang genommen, das sechste U-Boot der Dolphin-2-Klasse, das von der deutschen ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) für Israel gebaut wurde.

Das Schiff ist das größte in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg gebaute U-Boot und mit Kosten in Höhe von 550 Millionen Euro (634 Millionen US-Dollar) zugleich das teuerste U-Boot, das Israel jemals erworben hat.

Die Auslieferung markiert einen weiteren Meilenstein in Israels langjährigem Programm zur Modernisierung der Marine und unterstreicht Deutschlands jahrzehntelange Rolle als Israels wichtigster U-Boot-Lieferant.

Mit drei weiteren U-Booten der Dolphin-2-Klasse, die sich bereits im Bau befinden, und einer noch fortschrittlicheren Flotte der Dakar-Klasse, deren Auslieferung im Laufe dieses Jahrzehnts beginnen soll, baut Israel eine der leistungsfähigsten U-Boot-Streitkräfte des Nahen Ostens weiter aus.

Drei weitere U-Boote der Dolphin-2-Klasse befinden sich bei TKMS in der Pipeline und sollen in den kommenden Jahren an Israel ausgeliefert werden. Laut der deutschen Verteidigungsfachzeitschrift Marine Forum verzögerte sich die Auslieferung der Drakon um fast ein Jahr, nachdem israelische Experten versucht hatten, während des Baus neu entwickelte technische Systeme zu integrieren.

Dies spiegelt eine wachsende Herausforderung für moderne Streitkräfte wider, bei denen technologische Innovationen oft schneller voranschreiten als der langwierige Prozess der Konzeption und des Baus großer Waffenplattformen.

Deutsche Werften bauen seit 1999 U-Boote für die israelische Marine, als die ersten drei U-Boote der Dolphin-Klasse von den Howaldtswerken-Deutsche Werft in Kiel gebaut wurden.

Zuvor betrieb Israel gebrauchte U-Boote, die von der britischen Marine erworben wurden, und kaufte drei U-Boote der Gal-Klasse vom britischen Ingenieurunternehmen Vickers, die auf einem deutschen Entwurf basierten.

Die deutsche Regierung hat Israels U-Boot-Flotte jahrzehntelang im Rahmen der in den 1950er Jahren zwischen den beiden Ländern ausgehandelten Holocaust-Wiedergutmachungsabkommen massiv subventioniert.

Neben den U-Booten der Dolphin-Klasse baute TKMS auch vier Fregatten der Sa’ar-6-Klasse für die israelische Marine, wobei die deutsche Regierung ein Drittel der Baukosten übernahm.

In den letzten Jahren hat auch die heimische Schiffbauindustrie Israels erhebliche Fortschritte gemacht. Im Dezember 2024 bestellte das Verteidigungsministerium fünf moderne Landungsschiffe der Reshef-Klasse im Wert von rund 840 Millionen US-Dollar bei Israel Shipyards.

Derzeit gibt es jedoch keine Pläne, dass Israel Shipyards in das U-Boot-Geschäft einsteigt. Der Bau von U-Booten ist ein außerordentlich komplexes Unterfangen, das für jedes Schiff etwa drei Jahre Planung und sieben Jahre Bauzeit sowie kostspielige Spezialausrüstung erfordert.

Eine solche Investition lässt sich angesichts der relativ kleinen israelischen U-Boot-Flotte nur schwer rechtfertigen.

Ab 2031 soll TKMS die neuen U-Boote der Dakar-Klasse ausliefern, die Israels in die Jahre gekommene Dolphin-1-Klasse ersetzen sollen, deren Boote sich mittlerweile dem 30. Dienstjahr nähern. Laut internationalen Medienberichten werden die neuen U-Boote eine Länge von über 70 Metern und eine Verdrängung von mehr als 2.000 Tonnen haben, was sie zu den leistungsstärksten U-Booten in der Region macht.

Sie werden über ein luftunabhängiges Antriebssystem verfügen, das es ihnen ermöglicht, längere Zeit unter Wasser zu bleiben, sowie über zahlreiche fortschrittliche Fähigkeiten, die bei früheren Klassen nicht vorhanden waren.

Der 2022 zwischen Israel und Deutschland geschlossene Vertrag über die Flotte der „Dakar“-Klasse hatte Berichten zufolge ein Volumen von 3 Milliarden Euro, wobei die deutsche Regierung 20 % der Kosten subventionierte.

In den letzten Jahren hat sich Deutschland zudem zu einem der größten Abnehmer der israelischen Rüstungsindustrie entwickelt und macht 21 % der israelischen Rüstungsexporte aus – damit liegt es an zweiter Stelle hinter Indien, auf das 29 % entfallen.

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