American Airlines setzt Flüge nach Israel bis 2027 aus – Sicherheitsbedenken belasten den Luftverkehr
Das israelische Flugverkehrsnetz steht erneut vor Herausforderungen, da verschärfte Sicherheitsbedenken die Fluggesellschaften dazu veranlassen, die Wiederaufnahme ihrer Flüge in das Land zu verschieben oder die Passagiere vor kurzfristigen Flugplanänderungen zu warnen – obwohl der Ben-Gurion-Flughafen weiterhin uneingeschränkt in Betrieb ist.
Der jüngste Rückschlag ereignete sich am Montag, als American Airlines, eine der weltweit größten Fluggesellschaften, bekannt gab, die geplante Wiederaufnahme der Flüge von und nach Israel bis Ende März 2027 zu verschieben.
Die Fluggesellschaft hatte ursprünglich vorgehabt, den Flugbetrieb Ende Dezember 2026 wieder aufzunehmen, doch die jüngst zunehmenden Befürchtungen hinsichtlich eines erneuten Konflikts mit dem Iran scheinen zu einer weiteren Verzögerung geführt zu haben.
Während viele internationale Fluggesellschaften in dieser Woche Flüge verschieben oder streichen, bleibt der Flughafen Ben Gurion geöffnet. Israelische Fluggesellschaften – El Al, Arkia, Israir und Air Haifa – fliegen weiterhin nach regulärem Flugplan, während die Lufthansa-Gruppe einen eingeschränkten Flugbetrieb aufrechterhält und Passagiere darauf hinweist, sich auf plötzliche Flugplanänderungen einzustellen.
Mehrere andere internationale Fluggesellschaften, darunter SWISS, ITA Airways, Austrian Airlines, Eurowings, Air France, Wizz Air, Aegean Airlines, Etihad Airways, Ethiopian Airlines, Hainan Airlines, Bluebird Airways, TUS Airways, FlyDubai, Uzbekistan Airways, Georgian Airways, Smartwings, FlyOne, Air Europa, Air India, Red Wings Airlines und ALK Airlines verkehren auf ähnlicher Basis und warnen Reisende, dass sich die Flugpläne kurzfristig ändern könnten.
Unterdessen haben mehrere große Fluggesellschaften ihren Flugbetrieb nach Israel noch nicht wieder aufgenommen und könnten weitere Verzögerungen ankündigen, darunter British Airways, Iberia, Brussels Airlines, United Airlines, Delta Air Lines, Air Canada, American Airlines, Ryanair und easyJet.
Laut einem aktuellen Beitrag von MASA, einer Organisation, die Gruppen jüdischer junger Erwachsener nach Israel bringt und den Flugverkehr von und nach Israel genau beobachtet, ist der August traditionell einer der verkehrsreichsten Reisemonate.
In diesem Jahr wurde die Überlastung jedoch durch die Anwesenheit von bis zu 30 Luftbetankungsflugzeugen der US-Luftwaffe am Flughafen Ben Gurion noch verstärkt, was zu zusätzlichen Verzögerungen für Reisende und Flughafenpersonal führte.
Trotz des zusätzlichen Verkehrsaufkommens betonte MASA, dass „der Flughafen selbst voll funktionsfähig ist“. Dennoch riet die Organisation Reisenden: „Für den August sollten Sie Verzögerungen einkalkulieren: Planen Sie großzügige Pufferzeiten ein, vermeiden Sie knappe Anschlussflüge und überprüfen Sie die Statusseite Ihrer Fluggesellschaft, bevor Sie sich auf den Weg zum Flughafen machen.“
Die Organisation teilte mit, dass Direktflüge aus den Vereinigten Staaten derzeit vor allem von New York (JFK und Newark), Miami und Los Angeles mit El Al, United Airlines und Delta Air Lines angeboten werden. Sie fügte hinzu, dass diese Strecken im Rückholplan von El Al Priorität haben und voraussichtlich zu den ersten gehören werden, die wieder den Normalbetrieb aufnehmen, sobald Auslandsflüge wieder uneingeschränkt erlaubt sind.
MASA erklärte außerdem, dass Branchenexperten davon ausgehen, dass weitere Fluggesellschaften ihren Flugbetrieb schrittweise wieder aufnehmen werden, sobald sich die Sicherheitslage verbessert. Sie prognostizierte eine fortschreitende Normalisierung der Flugpläne im Laufe des Jahres 2026, insbesondere aus Nordamerika und Europa, wobei Fluggesellschaften wie Delta, British Airways und easyJet ihren Flugbetrieb voraussichtlich vollständig wieder aufnehmen werden, sobald sich die Sicherheitslage stabilisiert hat.
Für Reisende, die dringend nach Israel gelangen müssen, empfiehlt der Bericht, zunächst zu großen europäischen Drehkreuzen wie Athen, Rom oder Larnaca auf Zypern zu fliegen, wo möglicherweise noch alternative Anschlussflüge nach Israel verfügbar sind, falls große Fluggesellschaften ihren Flugbetrieb weiter einschränken sollten.