Knapp vorbei: Sprengkopf einer iranischen Rakete trifft in der Nähe der Altstadt von Jerusalem und gefährdet heilige Stätten
Eine iranische ballistische Raketen-Sprengköpfe schlug am Samstag in alarmierender Nähe zur Altstadt von Jerusalem ein und landete nur wenige Meter von einigen der heiligsten Stätten der Welt entfernt, darunter die Klagemauer und der Tempelberg.
Die israelische Polizei bestätigte den Angriff, nachdem kurz nach Beginn der US-amerikanisch-israelischen Luftangriffe auf den Iran eine Explosion gemeldet worden war. Rauch stieg aus der Einschlagstelle westlich der alten Mauern der Altstadt am Sultan's Pool auf, einem Veranstaltungsort im Freien, der außerhalb des westlichen Randes der Altstadt liegt – weniger als einen Kilometer vom Tempelberg entfernt.
Die Nähe des Raketenangriffs zu diesen verehrten Orten – die für Juden, Muslime und Christen heilig sind – unterstreicht die wahllose Natur der iranischen Raketenkampagne gegen Israel.
Zwar haben die aktuellen Beschränkungen des Heimatfrontkommandos die Gläubigen von den heiligen Stätten ferngehalten, doch der Angriff ist eine erschreckende Erinnerung daran, was an einem normalen Tag passieren könnte – hätte sich die Flugbahn der Rakete nur um wenige hundert Meter verschoben, hätte sie katastrophale Zerstörungen an unersetzlichen heiligen Stätten angerichtet und unzählige Menschen getötet, die sich zum Gebet versammelt hatten.
Dieser Vorfall verdeutlicht einmal mehr, dass der Iran bei Angriffen auf israelische Städte nicht zwischen militärischen Einrichtungen und heiligen Stätten unterscheidet und auch nicht automatisch garantiert, dass nur jüdische Stadtteile und Städte angegriffen werden, während arabische verschont bleiben. Er wirft auch dringende Fragen hinsichtlich der Sicherheitsmaßnahmen angesichts des eskalierenden Konflikts in der gesamten Region auf, nicht nur mit dem Iran.
Nach dem Raketenangriff durchsuchten Polizei und Bombenentschärfungsteams das Gebiet und fanden einen iranischen ballistischen Raketengefechtskopf sowie Brand- und Sprengstoffe, die in der Umgebung verstreut waren. Ein von der Polizei veröffentlichtes Video deutet darauf hin, dass die Rakete wahrscheinlich abgefangen wurde und Fragmente in das Gebiet geschleudert wurden, anstatt direkt auf den Boden aufzuschlagen.
Der Gefechtskopf wurde von Bombenentschärfungsexperten des Bezirks Jerusalem „neutralisiert” und unschädlich gemacht, während die Behörden sich bislang geweigert haben, sich zu den Details des Einschlags zu äußern.
Die Mitarbeiter von All Israel News sind ein Team von Journalisten in Israel.