KATASTROPHALE VERLUSTE: Pro-israelische Mehrheit bei den US-Zwischenwahlen ausgelöscht – zudem hat Trump die Israelis und Evangelikalen gerade schockiert, indem er jegliche Militärhilfe für den jüdischen Staat eingestellt hat

Demokraten übernehmen die vollständige Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat – der vehement antiisraelische Abdul El-Sayed gewinnt Senatswahl in Michigan.

Democratic US Senate candidate Abdul El-Sayed speaks to the press in the spin room after taking part in a debate with Republican rival candidate Mike Rogers, in Grand Rapids, Michigan, October 8, 2026. (Photo: REUTERS/Jim Vondruska)
Der demokratische US-Senatskandidat Abdul El-Sayed spricht am 8. Oktober 2026 in Grand Rapids, Michigan, im „Spin Room“ mit der Presse, nachdem er an einer Debatte mit seinem republikanischen Gegenkandidaten Mike Rogers teilgenommen hatte. (Foto: Jim Vondruska/Reuters)

JERUSALEM, ISRAEL – Evangelikale Christen und Israelis werden sich einer gefährlichen und zutiefst beunruhigenden Realität bewusst.

Pro-israelische Stimmen im Kongress haben gerade katastrophale Verluste erlitten.

Anti-israelische Kräfte haben gerade die uneingeschränkte und entscheidende Kontrolle über den Kongress errungen.

Präsident Donald Trump geht nun als sogenannte „Lame Duck“ in die letzten beiden Jahre seiner Amtszeit – also als Präsident mit stark eingeschränktem politischem Handlungsspielraum.

Und obwohl Trump hier als der pro-israelischste Präsident in der amerikanischen Geschichte beliebt war, stehen seine Umfragewerte kurz davor, drastisch abzustürzen.

Warum?

Weil Trump am Dienstagmorgen, gerade als überall in den Vereinigten Staaten die Wahllokale öffneten, Israel im Stich ließ.

TRUMP SCHOCKIERT ISRAELIS MIT DER EINSTELLUNG SÄMTLICHER MILITÄRHILFEN

Er erklärte einseitig, dass er die Bereitstellung jeglicher US-Militärhilfe für Israel bis Ende dieses Jahres einstellen werde.

Kein Israeli hat das kommen sehen.

Kein evangelikaler Christ hat das kommen sehen.

Nicht gestern.

Nicht einmal in diesem Jahr.

Zwar hat der israelische Ministerpräsident Benjamin „Bibi“ Netanjahu im vergangenen Jahr erklärt, es sei an der Zeit, die Abhängigkeit von amerikanischer Hilfe schrittweise abzubauen.

Aber niemand hat etwas von einer plötzlichen und völlig unerwarteten Einstellung jeglicher Hilfe bis zum Ende dieses Kalenderjahres gesagt.

Das bedeutet das Ende von fast 4 Milliarden Dollar an jährlichen amerikanischen Investitionen, noch bevor die Bedrohungen durch den Iran, die Hisbollah, die Hamas und die Houthis vollständig beseitigt sind.

TRUMPS SCHRITT VERSTÖSST GEGEN ZWEI WICHTIGE ABKOMMEN MIT ISRAEL

Trumps Schritt stellt zudem eine Aufkündigung des amerikanisch-israelischen Memorandum of Understanding (MOU, Absichtserklärung) dar, das eine amerikanische Finanzierung des israelischen Militärs bis September 2028 zusichert.

Es ist zudem ein Verstoß gegen die Camp-David-Abkommen von 1979, in denen die USA jährliche Militärinvestitionen in Israel versprachen, sofern der jüdische Staat Frieden mit Ägypten schließen und die Sinai-Wüste an Ägypten abtreten würde – jene wichtige Verteidigungspufferzone zwischen den beiden Ländern und 90 % des Landes, das Israel im Sechstagekrieg von 1967 erobert hatte.

Hat Trump auch angekündigt, dass er die gesamte US-Auslandshilfe für Ägypten einstellen werde?

Für Jordanien?

Für die Türkei?

Für andere arabische und muslimische Länder im Nahen Osten?

Nein.

Nur für Israel.

Nahezu die gesamte US-Militärhilfe für Israel wird innerhalb der USA ausgegeben und schafft und sichert dort Arbeitsplätze für Arbeiter, die hochmoderne Waffensysteme sowie Raketenabwehrsysteme und Munition herstellen, die Israel seit Beginn des Krieges am 7. Oktober so dringend benötigt.

Um es klar zu sagen: Ich behaupte nicht, dass Trump Israel völlig im Stich gelassen hat.

Natürlich nicht.

Aber sein einseitiger und präventiver Schritt, jegliche Hilfe für Israel einzustellen – und dies am Morgen der Wahlen anzukündigen –, ist für die Israelis verheerend.

Er wird auch Israels Feinde ermutigen, insbesondere das, was vom iranischen Regime noch übrig ist.

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Foto: Screenshot aus den sozialen Medien. Verwendung gemäß § 27A des Urheberrechtsgesetzes.

PRO-ISRAEL-MEHRHEIT IM REPRÄSENTANTENHAUS UND IM SENAT ZERSTÖRT

Es war eine verheerende Nacht für die pro-israelische Mehrheit im Kongress.

  • Die Demokraten werden nun sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat kontrollieren – nicht alle Demokraten sind antiisraelisch, aber die Partei steht dem jüdischen Staat und dem jüdischen Volk zunehmend feindselig gegenüber, und unter demokratischer Führung werden die erbittert antiisraelischen Stimmen der linksradikalen progressiven Abgeordneten, darunter „The Squad“ (AOC, Rashida Tlaib, Ilhan Omar usw.), weitaus mehr Macht und Einfluss haben.

  • Die katastrophalste Entwicklung des Abends war, dass Abdul El-Sayed – der antiisraelischste, antisemitischste und radikal-islamistischste Senatskandidat in der Geschichte der USA – die Senatswahl in Michigan gewann. Bei einer Auszählung von 88 % der Stimmen lag der Demokrat El-Sayed bei 51,8 %, während der pro-israelische Republikaner Mike Rogers nur 46,2 % der Stimmen erhielt. El-Sayed ist der erste Muslim, der jemals in den US-Senat gewählt wurde, und sein Sieg wird die antiisraelischen Stimmen in Washington und landesweit weiter radikalisieren und beflügeln.

  • Darline Graham Nordone – die Schwester des verstorbenen Senators Lindsey Graham, der wohl der stärkste Verfechter des amerikanisch-israelischen Bündnisses im Senat war – unterlag der Demokratin Annie Andrews, wodurch Andrews die erste Demokratin seit 30 Jahren ist, die eine Senatswahl in South Carolina gewonnen hat.

  • Ken Paxton unterlag in Texas dem Demokraten James Talarico, womit Talarico der erste Demokrat ist, der seit fast 40 Jahren eine Senatswahl in Texas gewonnen hat.

  • Roger Marshall unterlag in Kansas dem Demokraten Adam Hamilton, womit Hamilton der erste Demokrat ist, der seit 1932 einen Senatssitz in Kansas errungen hat.

  • Die gemäßigte Republikanerin Susan Collins, die Israel generell wohlgesonnen ist, verlor ihren Senatssitz in Maine an Troy Jackson, den in letzter Minute eingesetzten Ersatz für Graham Platner, den Israel-feindlichen Demokraten, der sich ein Nazi-Symbol auf die Brust tätowieren ließ.

  • Der Senatssitz in Iowa, den die in den Ruhestand tretende Republikanerin Joni Ernst – die eine überzeugte Israel-Befürworterin war – innehatte, ging an den demokratischen Abgeordneten Josh Turek, der damit als erster Demokrat seit 16 Jahren eine Senatswahl in Iowa gewann.

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Foto: Screenshot aus der NYT

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