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Israel wird ein nationales Forschungszentrum für Trauma und Resilienz in der südlichen Region einrichten

Die israelische Innovationsbehörde und die Tkuma-Direktion haben am Dienstag in Zusammenarbeit mit der Ben-Gurion-Universität und dem Sapir College ein mit 5 Millionen NIS (1,6 Millionen US-Dollar) dotiertes Programm für ein neues nationales Forschungslabor angekündigt.

Das im Süden Israels angesiedelte Labor wird Echtzeitdaten der Bevölkerung in dieser Region erfassen und analysieren, um Start-ups, Forschern, staatlichen Stellen und der Wissenschaft dabei zu helfen, neue Wege zur Stressbewältigung und zur Stärkung der nationalen Resilienz zu finden.

Seit 2001 ist der Süden Israels unter ständigem Raketenbeschuss der Terrororganisation Hamas, wobei rund 20.000 Raketen Gemeinden in der Nähe des Gazastreifens getroffen haben. Die anhaltende Flut von Angriffen gipfelte in der brutalen Terrorinvasion vom 7. Oktober 2023, dem schlimmsten Massaker, das das jüdische Volk seit dem Holocaust erlebt hat.

Das neue Forschungslabor soll zwischen Oktober 2026 und März 2027 in der südlichen Stadt Sderot eröffnet werden und wird Schlaf, Verhalten, Emotionen, Umweltbedingungen und Reaktionen auf Notsituationen untersuchen.

Studien haben gezeigt, dass die langfristigen Auswirkungen des Konflikts in der Region dazu geführt haben, dass fast die Hälfte der jungen Erwachsenen an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leidet.

Laut der Israel Innovation Authority zielt die Forschung darauf ab, den derzeitigen Mangel an angewandter Forschungsinfrastruktur zur Untersuchung der psychischen Gesundheit und Resilienz innerhalb einer lebenden Gemeinschaft über einen längeren Zeitraum hinweg zu beheben sowie den Mangel an Dienstleistungen und Einrichtungen zu beheben, die erforderlich sind, um die Industrie bei der Entwicklung, Validierung und wissenschaftlichen Demonstration von Technologien zu unterstützen, die die Resilienz fördern.

Kurz nach Beginn des „Eiserne Schwerter“-Kriegs im Jahr 2023 richtete die israelische Regierung die Tkuma-Direktion in dem an den Gazastreifen angrenzenden Gebiet ein. Tkuma, was auf Hebräisch „Wiederbelebung“ bedeutet, ist eine Task Force der Regierung, die sich mit der Wiederaufbauarbeit in den Gemeinden an der Grenze zu Gaza befasst, um sicherzustellen, dass die zukünftigen Generationen in der Region gedeihen können.

Tkuma erklärte, man hoffe, dass die neue Forschungsinitiative Spitzenwissenschaftler anziehen und zusätzliche Arbeitsplätze in der Region schaffen werde.

„Psychische Gesundheit und die Resilienz der Gemeinschaft sind zu einer strategischen Herausforderung für Gesundheitssysteme, lokale Behörden, das Bildungs- und Sozialwesen sowie das Verteidigungssystem geworden, doch heute werden Entscheidungen fast ohne kontinuierliche, objektive und integrative Messung des Zustands der Bevölkerung getroffen“, hieß es in der Erklärung.

Die Mitarbeiter von All Israel News sind ein Team von Journalisten in Israel.

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