Houthis gespalten angesichts iranischer Bestrebungen zur Wiederbelebung der Front im Roten Meer
Der Iran soll die Houthis im Jemen dazu drängen, sich auf eine erneute und ausgeweitete Kampagne gegen die Seewege im Roten Meer vorzubereiten, berichtete Bloomberg in der Nacht unter Berufung auf europäische Beamte, die mit den Details vertraut sind. Dieser Schritt steht Berichten zufolge im Zusammenhang mit den iranischen Vorbereitungen auf eine mögliche Eskalation mit den Vereinigten Staaten.
Dem Bericht zufolge erwägen die Houthi-Führer aggressivere Vorgehensweisen, nachdem sie am vergangenen Donnerstag eine ballistische Rakete auf Israel abgefeuert hatten. Dennoch hat eine tiefe Spaltung innerhalb der Bewegung darüber, wie weit man sich in den regionalen Krieg einmischen soll, eine umfassendere Eskalation vorerst verzögert.
Europäische Beamte stellten fest, dass sich die Spaltungen innerhalb der Houthi-Führung in einem Machtkampf zwischen einer extremen Fraktion, die auf beispiellose, weitreichende Angriffe drängt, und gemäßigteren Fraktionen, die vor den möglichen Folgen einer solchen Strategie warnen, manifestiert haben. Die Beamten sagten, der Angriff auf Israel sei nicht als Beginn einer umfassenderen Offensive gedacht gewesen, sondern habe vielmehr als „Kompromiss“ zwischen den beiden Fraktionen gedient.
Unterdessen haben US-amerikanische und saudische Beamte den europäischen Verbündeten mitgeteilt, dass sie davon ausgehen, dass die Houthis zum gegenwärtigen Zeitpunkt weiterhin bestrebt sind, direkte Konfrontationen und Angriffe auf US-amerikanische oder saudische Einrichtungen zu vermeiden.
Ein Beamter warnte jedoch, dass bestimmte Szenarien – wie beispielsweise ein Versuch der USA, die Kontrolle über strategische Standorte wie die Insel Kharg zu übernehmen – eine erhebliche Ausweitung der Aktivitäten der Houthis auslösen könnten.
Der Westen beobachtet die nächsten Schritte der Rebellen genau, wobei die zentrale Frage bleibt, ob der Druck aus Teheran das Gleichgewicht zugunsten der extremistischen Fraktion kippen und eine umfassendere Eskalation auf See und in der Luft mit Auswirkungen auf den globalen Handel und die regionale Stabilität auslösen wird.
Itamar Margalit ist Nachrichtenkorrespondent für KAN 11