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Christen strömen zum Laubhüttenfest nach Jerusalem – Reiseveranstalter hoffen auf Erholung

 
ICEJ Feast of Tabernacles celebration in Jerusalem, Oct. 15, 2019 (Photo: ICEJ/Facebook)
ICEJ-Feier zum Laubhüttenfest in Jerusalem, 15. Oktober 2019. (Foto: ICEJ/Facebook)

Während sich Tausende von Christen aus aller Welt darauf vorbereiten, sich in Israel zum Laubhüttenfest zu versammeln, berichten christliche Organisationen und Reiseveranstalter von anhaltendem Interesse daran, Besucher ins Land zu bringen – trotz der Herausforderungen, denen sich die israelische Tourismusbranche gegenübersieht.

Die International Christian Embassy Jerusalem (ICEJ) erwartet etwa 3.000 lokale und internationale Teilnehmer aus mehr als 70 Nationen zu ihrer jährlichen Laubhüttenfest-Veranstaltung, die vom 25. bis 30. September in Jerusalem stattfindet.

David Parsons, Senior Vice President und Sprecher der ICEJ, erklärte gegenüber ALL ISRAEL NEWS, dass die Organisation in diesem Jahr zwischen 2.000 und 2.500 Teilnehmer erwartet, verglichen mit etwa 2.200 im Vorjahr. Er sagte, die hohen Kosten für Flüge nach Israel hätten sich auf die Teilnehmerzahlen ausgewirkt, doch die Resonanz vor Ort sei „enorm“ gewesen.

„Wir wurden in Israel sehr gut aufgenommen. In den Jahren 2024 und 2025 hatten wir während des ‚Laubhüttenfests‘ die größten Solidaritätsgruppen, die in Israel vertreten waren“, sagte Parsons. „Wir spüren in diesem Jahr eine größere Akzeptanz und viel mehr Ermutigung seitens der einheimischen Israelis hier, und das ist spannend.“

Auf dem Programm des ‚Laufhüttenfests‘ stehen Gottesdienste, Seminare, der „Roll Call of the Nations“ und der jährliche Jerusalem-Marsch. Die ICEJ organisiert außerdem Touren nach Judäa und Samaria, darunter nach Psagot und Gush Etzion, wo die Teilnehmer Einheimische treffen und Unternehmen sowie Sehenswürdigkeiten besuchen werden.

Die Veranstaltung erweitert den christlichen Tourismus auch über das sechstägige Fest hinaus. Die ICEJ bietet vom 1. bis 4. Oktober eine optionale Galiläa-Tour an, die die Teilnehmer unter anderem nach Magdala, zum Berg der Seligpreisungen, nach Kana, Kapernaum, Megiddo und Akko führt.

Christians For Israel – Deutschland (CFI Deutschland) verzeichnet ein ähnliches Interesse bei jüngeren Reisenden.

Dina Ehrhardt, Leiterin der Abteilung „Young Generation“ bei CFI, brachte im August 49 junge Erwachsene aus Deutschland im Rahmen eines Programms für Christen im Alter von 18 bis 25 Jahren nach Israel.

Das Programm entstand, nachdem CFI den Bedarf nach einem christlichen Pendant zu Taglit-Birthright Israel erkannt hatte. CFI finanzierte die August-Reise durch großzügige Spenden; die Kosten beliefen sich auf etwa 1.000 Euro pro Teilnehmer. Dina berichtete, dass alle jungen Menschen nach ihrem ersten Besuch den Wunsch geäußert hätten, nach Israel zurückzukehren.

Der Schwerpunkt des Programms liegt stark auf persönlichen Begegnungen mit Israelis, darunter Holocaust-Überlebende und Menschen aus dem Netzwerk von CFI. Seit dem 7. Oktober umfasst das Programm auch Orte, die mit dem Krieg in Verbindung stehen.

„Die Geschichten der Menschen in Israel sind es, die die Herzen der jüngeren Generation mit Israel verbinden“, sagte Dina.

Ein Teilnehmer schrieb in einem Feedback-Formular: „Ich kann gar nicht fassen, dass ich all diese Dinge für nur 1.000 Euro sehen und erleben durfte.“ Eine andere Teilnehmerin wollte die Reise eigentlich mit ihrem Großvater unternehmen, doch er starb vorzeitig, und so konnte sie ihr Versprechen, nach Israel zu reisen, einlösen.

Für israelische Reiseveranstalter bleibt die Erholung der Branche jedoch weiterhin schwierig und ungewiss.

Israel verzeichnete im August etwa 115.900 Touristenankünfte, ein leichter Rückgang gegenüber den 118.200 im August 2025. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 beliefen sich die Touristenankünfte laut Daten des Zentralamts für Statistik auf insgesamt etwa 668.200, verglichen mit 827.500 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

David Katz von Sar-El Tours sagte, das Unternehmen habe „dieses Jahr optimistisch begonnen“, dann aber eine „große Enttäuschung“ erlebt, als Touristen aufgrund des Krieges mit dem Iran stornieren mussten oder nicht nach Israel gelangen konnten.

Er sagte, Hunderte von Touristen seien davon betroffen gewesen, darunter mehr als 600, die in Galiläa festsaßen. Katz beschrieb den Transport dieser Touristen in den Süden angesichts des Raketen- und Raketenbeschusses durch den Iran und die Hisbollah als „sehr herausfordernd“. Er erklärte, dass es durch die Verlegung der Touristen nach Jerusalem wesentlich einfacher geworden sei, sie über Ägypten zu evakuieren, da dort mehr Transportmöglichkeiten zur Verfügung stünden.

Dennoch sagte Katz: „Wir haben das Potenzial für eine wirklich großartige Saison in diesem Jahr.“

Er erklärte, dass zahlreiche Reisen aus aller Welt geplant seien und dass das Unternehmen diese Besucher gerne in Israel willkommen heißen würde. Mit Blick auf die Zukunft sagte Katz, die Aussichten blieben positiv, und merkte an: „Die Menschen wollen wiederkommen.“

Die allmähliche Rückkehr internationaler Besucher zeigt sich besonders deutlich bei amerikanischen Reisenden. Das israelische Tourismusministerium berichtete, dass im Juni mehr als 32.000 US-Touristen und im Juli mehr als 36.000 ankamen, wobei die Amerikaner im Juli etwa ein Drittel der internationalen Besucher ausmachten.

Für ICEJ, CFI und israelische Reiseveranstalter ist das Laubhüttenfest daher mehr als nur ein einzelnes Ereignis. Es ist eine Gelegenheit zu prüfen, ob sich das erneute Interesse christlicher Reisender in einen nachhaltigen Tourismus für den Rest des Jahres 2026 und bis ins Jahr 2027 hinein umsetzen lässt.

Wie Katz es ausdrückte: „Wir vertrauen darauf, dass der Herr uns weiterführt.“