Von Saudi-Arabien unterstützte jemenitische Streitkräfte starten eine Gegenoffensive gegen die Houthis – mit Unterstützung der Mitglieder des Mekka-Pakts, der Türkei und Pakistans
Zum ersten Mal wurde seit der Unterzeichnung am 7. August auf das saudisch-türkisch-pakistanische Bündnis zurückgegriffen
Nach wochenlangen Erfolgen der Houthis meldeten die von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierungstruppen am Montag erhebliche Fortschritte, nachdem sie eine groß angelegte Gegenoffensive gestartet hatten, um die vom Iran unterstützte Terrorgruppe aus der Meerenge von Bab el-Mandeb zu vertreiben.
Die Terroristen hatten im Laufe des letzten Monats den größten Teil der westlichen Küstenebene des Jemen überrannt, die vollständige Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge übernommen und eine Blockade gegen den saudischen Schiffsverkehr verhängt.
Während es den von Saudi-Arabien unterstützten Streitkräften Berichten zufolge gelang, die Houthi-Truppen an der Küste zurückzudrängen, hatten die Terroristen die Stadt Taiz im bergigen Landesinneren jedoch fast vollständig abgeschnitten.
Militärvertreter teilten Reuters am Sonntag mit, dass die Houthis entlang der letzten Verbindungsstraße zwischen Taiz und Aden, dem Sitz der international anerkannten Regierung, vorrückten, was es ihnen ermöglichen könnte, die Stadt mit Hunderttausenden Zivilisten und einer großen Zahl von Kämpfern einzukesseln.
Der Think Tank „Institute for the Study of War“ (ISW) kam zu dem Schluss, dass die von Saudi-Arabien unterstützte Offensive, die von Luftangriffen mit 100 Kampfflugzeugen begleitet wird, „wahrscheinlich kurzfristig zur Einnahme von Mokha führen wird. Saudi-Arabien und die jemenitische Regierung haben die Offensive wahrscheinlich gestartet, um das begrenzte Ziel der Sicherung der Meerenge von Bab al-Mandeb zu erreichen.“
NEW: The Yemeni government, backed by Saudi air power and international coalition military support, launched an offensive to capture Mokha city and secure the coastline along the Bab al Mandeb Strait on October 4. This offensive will likely succeed in capturing Mokha in the short term. Saudi Arabia and the Yemeni government likely launched the offensive to accomplish the limited objective of securing the Bab al Mandeb. (1/2) Other Key Takeaways: Yemeni government-aligned forces will likely stop offensive operations within the next seven to 14 days to rest, resupply, and consolidate their positions to prevent a Houthi counteroffensive. The Yemeni government will need to secure its own defensible line before its offensive culminates in order to ensure it can repel Houthi attacks combining drones and ground forces, which the Houthis employed in early September. Allied air and intelligence support almost certainly made this offensive possible. Over 100 Saudi aircraft provided air support to Yemeni government-aligned forces during the initial assault, and US intelligence is reportedly supporting the air campaign. Saudi allies in the Mecca Pact are providing military aid to Saudi Arabia, and Saudi Arabia announced on October 5 that Pakistan and Turkey are taking “practical measures” to defend Saudi Arabia pursuant to the Mecca Pact requirements. The Iranian regime appears increasingly concerned that mounting economic pressure could threaten internal stability and is combining its attempts to manage its wartime economy with expanded efforts to deter and prepare to suppress possible unrest. Iran is likely reconstituting and enhancing its ability to target distant US regional military targets and commercial shipping through improvements in missile accuracy, range, speed, and targeting capabilities. Iran is likely aiming to increase its ability to deter US airstrikes targeting Iranian assets, impose costs on the United States, and preserve strategic initiative in the conflict by prioritizing improvements to its missile capabilities.
— Institute for the Study of War (@TheStudyofWar) October 6, 2026
„Über 100 saudische Flugzeuge leisteten den regierungsnahen Kräften im Jemen während des ersten Angriffs Luftunterstützung, und US-Geheimdienste unterstützen Berichten zufolge die Luftkampagne.“
Die jüngsten Entwicklungen erfolgten, als Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan erstmals ihr „Mekka-Verteidigungsabkommen“ aktivierten, wobei sich die Partner verpflichteten, dem Königreich Hilfe zu leisten.
Am Sonntag kündigte die jemenitische Regierung an, eine breit angelegte Gegenoffensive zu starten, die darauf abzielt, die von den Houthis gehaltenen „verbleibenden Gebiete zurückzugewinnen“, staatliche Institutionen wiederherzustellen, die Hauptstadt Sanaa zu „befreien“ und den „Putsch“ der Houthis zu beenden.
Am nächsten Tag hielten die Mitglieder des Mekka-Paktes eine Krisensitzung in Riad ab. Der saudische Verteidigungsminister Khalid bin Salman erklärte später, man habe sich „darauf geeinigt, im Rahmen des Bündnisses kollektive Abschreckungsmaßnahmen als Reaktion auf die Angriffe und alle dafür Verantwortlichen zu aktivieren“.
Dies ist das erste Mal, dass das Bündnis seit seiner Unterzeichnung am 7. August in Kraft gesetzt wurde. Es war nach der Offensive der Houthis, bei der die Terrorgruppe auch Ölinfrastruktur, Militärstützpunkte und zivile Gebiete in Saudi-Arabien angriff, heftiger Kritik ausgesetzt. Das Königreich behauptete zudem, Drohnenangriffe hätten die heilige Stadt Mekka zum Ziel gehabt – eine Behauptung, die die Houthis zurückwiesen.
The Emergency Meeting of the Strategic Political and Defense Committee under the Makkah Alliance for Defense reaffirmed the solidarity and unity of our countries in confronting the heinous attacks against the Kingdom and the holy sites. The committee agreed to activate collective deterrence measures within the framework of the Alliance in response to the attacks and all those responsible for them.
— Khalid bin Salman خالد بن سلمان (@kbsalsaud) October 5, 2026
Laut einer vom pakistanischen Außenministerium veröffentlichten gemeinsamen Erklärung würden die drei Länder „die vereinbarten Streitkräfte und Kapazitäten bereitstellen und deren raschen Einsatz“ in Saudi-Arabien sicherstellen.
Türkische Regierungsvertreter teilten der Nachrichtenagentur Middle East Eye am Dienstag mit, dass Ankara ebenfalls plane, seine militärische Unterstützung für das Königreich zu verstärken, wobei der Schwerpunkt auf Verteidigungsmissionen für den westlichen Teil der wichtigen Ost-West-Pipeline, die Hauptstadt Riad und die heiligen Städte liege.
Zwei Regierungsvertreter gaben an, dass dort bereits seit letztem Jahr technische Teams, Luftabwehrsysteme und Ausrüstung für die elektronische Kriegsführung stationiert seien.
Ein weiterer hochrangiger Vertreter fügte hinzu, dass „zusätzliche Ausrüstung, Techniker, Notfallteams und begleitende Kampftruppen“ entsandt würden.
Darüber hinaus soll das türkische Militär Berichten zufolge erfahrene Piloten und Flugzeuge entsenden, um Drohnen der Houthis und ballistischen Raketenangriffen entgegenzuwirken.
„Wir planen nicht, eine große Gruppe von Soldaten zu entsenden, und haben keine Pläne, direkt im Jemen einzugreifen“, sagte der hochrangige türkische Vertreter.
Im Gespräch mit Iran International warnte Thomas Juneau, Jemen-Experte und nicht-residierender Fellow am Sana’a Center for Strategic Studies, dass die Erfolgsaussichten der saudischen Gegenoffensive weiterhin unklar seien.
„Ich halte es zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht, von nachhaltigen Erfolgen gegen die Houthis zu sprechen. Ich denke, wir brauchen mehr Zeit, bis sich die Lage beruhigt hat“, sagte Juneau.
„Sollte sich herausstellen, dass sich die Verluste auf den südwestlichen Teil des Jemen beschränken, wäre das insofern nicht überraschend, als es für die Houthis schwierig war, dieses Gebiet zu halten“, merkte er an und fügte hinzu, dass Houthi-Kämpfer weiterhin nahe genug an der strategisch wichtigen Wasserstraße bleiben würden, um den Schiffsverkehr zu bedrohen, wie sie es in den letzten Jahren getan haben. „Das wäre also kein strategischer Rückschlag für sie“, sagte Juneau.