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Israelischer Bericht behauptet Verbindungen zwischen US-amerikanischen anti-israelischen Gruppen und Terrororganisationen im Nahen Osten

 
Tausende pro-palästinensische Demonstranten versammelten sich vor dem US-Kapitol in Washington, D.C, am 5. April 2025. (Foto: Shutterstock)

Das israelische Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten und die Bekämpfung von Antisemitismus veröffentlichte diese Woche einen Bericht, in dem Verbindungen zwischen antiisraelischen Gruppen in den Vereinigten Staaten und terroristischen Organisationen im Nahen Osten behauptet werden, darunter auch Spendennetzwerke, die diesen Gruppen nach Schätzungen des Ministeriums in den letzten fünf Jahren mehr als 250 Millionen Dollar zugeführt haben sollen.

Der Bericht nennt 20 Organisationen, darunter „American Muslims for Palestine“ (AMP), die „Palestinian Youth Movement“, die „Muslim American Society“, „Code Pink“, „Students for Justice in Palestine“, „Jewish Voice for Peace“ und „Within Our Lifetime“. Der Bericht identifiziert AMP als die zentrale Organisation innerhalb eines, wie es heißt, umfassenderen Netzwerks antiisraelischer Gruppen.

Dem Bericht zufolge nutzen diese Gruppen scheinbar legitime Spendenplattformen, um Gelder zu sammeln, die anschließend für Aktivitäten zur Delegitimierung Israels verwendet werden. Er behauptet zudem, dass es eine umfassende Abstimmung zwischen den Organisationen gebe, um Aktivitäten zu fördern, die über die Kritik an der israelischen Politik hinausgehen und in das münden, was der Bericht als Hassrede, Radikalisierung und Aufstachelung zu Gewalt bezeichnet.

Wie andere Organisationen agiert auch AMP über mehrere Einrichtungen mit unterschiedlichen rechtlichen Strukturen. Die „AJP Educational Foundation“ fungiert als steuerlicher Träger nach 501(c)(3) – was bedeutet, dass Spenden steuerlich absetzbar sind –, während der Aktionszweig „AJP Action“ als eigenständige Organisation nach 501(c)(4) tätig ist, die sich auf politische Interessenvertretung konzentriert und für die Spenden nicht steuerlich absetzbar sind. Der Bericht argumentiert, dass die Aktivitäten der beiden Einrichtungen so eng miteinander verbunden sind, dass die Unterscheidung zwischen ihnen praktisch bedeutungslos ist und dass keine von beiden den Status der Steuerbefreiung behalten sollte.

Der Bericht behauptet zudem, dass AMP umfangreiche Verbindungen zu Personen und Organisationen unterhält, die mit von den USA als terroristisch eingestuften Gruppen in Verbindung stehen, darunter die Hamas und die Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) im Gazastreifen.

AMP hat Vorwürfe zurückgewiesen, es habe Verbindungen zur Hamas oder unterstütze die Organisation. Der Anwalt von AMP erklärte 2024 gegenüber USA Today: „Es gab viele Anschuldigungen und Unterstellungen gegen ‚American Muslims for Palestine‘ und die Frage, ob die Organisation Verbindungen zur Hamas hat, die Hamas unterstützt oder ihr in irgendeiner Weise, Form oder Gestalt hilft. Die Antwort auf all diese Fragen ist einfach und klar: Nein. Nein, das tut sie nicht.“

Der israelische Bericht bestreitet diese Behauptung jedoch und führt mehrere Beispiele für vermeintliche Verbindungen zwischen AMP-Funktionären und der Hamas an. Darin heißt es, dass der AMP-Vorsitzende Osama Abu Irshaid an Konferenzen mit Hamas-Vertretern in Jordanien teilgenommen habe und mit der Islamischen Vereinigung Palästinas (IAP) in Verbindung gestanden habe, die nach Urteilen US-amerikanischer Gerichte ein direkter Unterstützer der Hamas sei.

Der Bericht nennt zudem weitere aktuelle und ehemalige AMP-Funktionäre, die seiner Aussage nach ähnliche Verbindungen zur Hamas unterhielten und öffentliche Erklärungen abgaben, in denen sie Gewalt gegen Israelis und Juden befürworteten.

Über die AMP hinaus hob der Bericht angebliche Verbindungen zwischen anderen Personen und Organisationen im weiteren Netzwerk hervor, darunter den „Council on American-Islamic Relations“ (CAIR), der seiner Aussage nach Verbindungen zum US-Zweig der Muslimbruderschaft unterhält – einer internationalen Bewegung, aus der die Hamas hervorgegangen ist.

Zu den weiteren Organisationen, die in dem Bericht als mit der AMP und dem CAIR verflochten identifiziert werden, gehören die „U.S. Campaign for Palestinian Rights“ (USCPR) und die „National Students for Justice in Palestine“ (NSJP).

Der Minister für Diaspora-Angelegenheiten, Amichai Chikli, erklärte: „Wir decken weiterhin das wahre Gesicht ‚unschuldiger‘ zivilgesellschaftlicher Organisationen auf, die in der Praxis Terrorismus und Aufwiegelung gegen den Staat Israel unterstützen. Die Ära des Doppelspiels – in der Organisationen den Terrorismus unterstützen konnten, während sie sich hinter einer ‚unschuldigen‘ und ‚zivilen‘ Fassade versteckten – ist vorbei.“

Avi Cohen-Scali, Generaldirektor für Diaspora-Angelegenheiten, fügte hinzu: „Dies sind getarnte humanitäre Organisationen, die subversive antisemitische Aktivitäten, Delegitimierung und Anstiftung zum Terrorismus fördern. Wir werden weiterhin daran arbeiten, die Verbindungen zwischen ‚unschuldigen zivilen‘ Organisationen und terroristischen Gruppen aufzudecken.“

Die israelische Regierung hat den Bericht an Mitglieder des Kongresses und zivilgesellschaftliche Organisationen verteilt und zu weiteren Gesprächen mit US-Beamten aufgerufen.

Hier geht es zum Bericht: US Based Delegitimization Groups: Activities and Links to Terrorism (auf Deutsch: „In den USA ansässige Delegitimierungsgruppen: Aktivitäten und Verbindungen zum Terrorismus“).

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