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Sinwars 10-jähriger Sohn äußerte in einem Brief den Wunsch, „Juden zu erschießen“, so die IDF

 
Symbolbild – Yahya Sinwar hält während einer Kundgebung in Gaza-Stadt am 24. Mai 2021 ein Kind auf dem Arm, während er eine Waffe trägt. (Foto: Atia Mohammed/Flash90)

Das israelische Militär veröffentlichte am Donnerstag einen Brief, der angeblich vom 10-jährigen Sohn des verstorbenen Hamas-Chefs im Gazastreifen, Yahya Sinwar, verfasst wurde und in dem dieser den Wunsch äußert, „Juden zu erschießen“ und mit Spielzeugwaffen zu spielen, die den bei dem Angriff vom 7. Oktober 2023 verwendeten nachempfunden sind.

„Geliebter Vater, ich vermisse dich sehr! Ich möchte dich umarmen und dich siegreich sehen, und ich möchte ‚Allah ist der Größte‘ verkünden, eine Kalaschnikow halten und  Juden erschießen“, schrieb der 10-jährige Sohn Ibrahim Sinwar zu Beginn des Krieges im Oktober 2023 an seinen Vater.

„Wann kommst du zurück und schläfst wieder mit deinen Armen um mich herum? Ich bastele ständig Pistolen, Panzer und Kalaschnikows aus Papier und Pappe“, schrieb er. „Mein Herr, ich wünsche mir, dass der Krieg endet und dass ich dich wohlauf sehe. Möge Allah dich beschützen, Vater. Ich möchte, dass du für mich betest. Friede sei mit dir und die Barmherzigkeit Allahs und Sein Segen“, fügte Ibrahim hinzu.

Der Brief enthielt Zeichnungen eines Sturmgewehrs, israelischer Panzer, die entlang der Grenze zum Gazastreifen positioniert waren, sowie Raketen, die in Richtung Israel abgefeuert wurden.

Die IDF teilte mit, der Brief und die Zeichnungen seien bei Militäroperationen im Gazastreifen im Jahr 2024 sichergestellt worden. Ihre Veröffentlichung fällt auf den zweiten Jahrestag der Tötung von Yahya Sinwar durch israelische Streitkräfte in Rafah im Oktober 2024.

Das Militär erklärte, das Material veranschauliche, wie sich „Sinwars mörderische Ideologie in der Erziehung seiner Kinder widerspiegelt“, und fügte hinzu, es zeige den Einfluss der „Werte des Hasses und der Gewalt“ der Hamas auf die jüngere Generation im Gazastreifen.

Yahya Sinwar gilt weithin als einer der Hauptarchitekten der Invasion und des Angriffs vom 7. Oktober im Süden Israels, bei dem Terroristen etwa 1.200 Menschen in Israel töteten und 251 Personen nach Gaza entführten. Nach Angaben der IDF zog sich Sinwar am Vorabend des Angriffs in ein unterirdisches Versteck in seiner Heimatstadt Khan Yunis zurück.

Während eines Großteils des anschließenden Krieges entging Sinwar den israelischen Streitkräften, und soll sich dabei häufig durch das ausgedehnte unterirdische Tunnelnetz der Hamas bewegt haben. Die israelischen Streitkräfte hätten ihn mehrmals beinahe gefangen genommen.

Unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete die israelische Nachrichtenseite Ynet News im vergangenen Jahr, dass Sinwars Ehefrau aus dem Gazastreifen in die Türkei geschmuggelt worden sei, wo sie Berichten zufolge wieder geheiratet habe. Die türkische Regierung soll die Hamas unterstützen, die im Land eine etablierte Präsenz unterhält.