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Israelische Minister wurden angewiesen, angesichts eskalierender Proteste zu einer möglichen israelischen Militärintervention im Iran zu schweigen

Reza Pahlavi, im Exil lebender iranischer Kronprinz und Gründer der im Exil lebenden Oppositionsgruppe „National Council of Iran“, zusammen mit der israelischen Geheimdienstministerin Gila Gamliel bei einer Veranstaltung in Ramat Gan, Israel. 19. April 2023.(Foto: Avshalom Sassoni/Flash90)

Die Minister der israelischen Regierung wurden angewiesen, sich nicht zu möglichen externen Interventionen in der aktuellen Situation zu äußern, berichtete KAN News heute Morgen.

Trotz dieser Anweisung teilte die Ministerin für Wissenschaft und Technologie (und ehemalige Geheimdienstministerin) Gila Gamliel die neuesten Äußerungen von Präsident Trump auf 𝕏 mit: „Der Iran strebt nach FREIHEIT, vielleicht wie nie zuvor. Die USA sind bereit zu helfen.”

Gamliel steht seit einigen Jahren in Kontakt mit dem im Exil lebenden iranischen Kronprinzen Reza Pahlavi und traf sich vor etwa einem Monat mit ihm in Washington. Seitdem hat Gamliel Pahlavi zwei weitere Male getroffen.

Im vergangenen September besuchte eine Delegation im Exil lebender iranischer Forscher Israel, besichtigte die Abwasseraufbereitungsanlage Shafdan und die Fakultät für Landwirtschaft der Hebräischen Universität und erhielt fachliche Einweisungen von Beamten der Wasserbehörde. Die Delegation besuchte auch die Gedenkstätte Nova, wo sie einen Olivenbaum pflanzte.

Während des Besuchs wurden Dokumente für eine zukünftige Zusammenarbeit in den Bereichen Wasser, Strom und erneuerbare Energien entworfen. Ministerin Gamliel sagte damals, dies sei die Grundlage für die „Cyrus-Abkommen“ für zukünftige regionale Kooperationen. Sie fügte hinzu, dass, wenn das iranische Volk beschließe, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, die Grundlage für eine Zusammenarbeit bereits vorhanden sei.

Wie KAN News gestern berichtete, beobachtet Israel weiterhin die Proteste und führt täglich Lagebeurteilungen durch. Derzeit gehen die Behörden davon aus, dass die Demonstrationen das iranische Regime zwar einem möglichen Wendepunkt hinsichtlich seiner Stabilität näherbringen, dies jedoch ein Prozess ist, der noch einige Zeit in Anspruch nehmen könnte.

Die Frage einer Intervention der USA und möglicher militärischer Maßnahmen könnte die Ereignisse beeinflussen. Aber nicht nur Militärschläge wie Luftangriffe könnten die Demonstranten unterstützen: Die USA könnten auch Cyberoperationen oder andere Maßnahmen einsetzen, um die Wirkung der Demonstrationen weiter zu verstärken.

Israelische Beamte sagen, dass die Gewalt des Regimes gegen Demonstranten deutlich zugenommen hat. Nach Einschätzungen in Israel ist die gemeldete Zahl der Todesopfer zu niedrig angesetzt, da es Hunderte weiterer Todesfälle gibt.

Die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation HRANA schätzt, dass während der Proteste mindestens 538 Menschen getötet und mindestens 10.670 verhaftet wurden.

Dikla Aharon-Shafran ist Korrespondentin für die Nachrichten von KAN 11.

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